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Kein Gewinn aus dem Wald zu erwarten
Kein Gewinn aus dem Wald zu erwarten
15.11.2019 - 00:00 Uhr
Weisenbach (mm) - Wasser, Wald und Kindergarten - mit diesen drei Hauptthemen beschäftigt sich der Weisenbacher Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 21. November. Sie beginnt um 19 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses.

Zur Wasserversorgung hat die Gemeinde ein Strukturgutachten in Auftrag gegeben, dieses wird vorgestellt. Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde verfügt im Wesentlichen über vier ständig genutzte Quellen. Das Trinkwasser wird ausschließlich auf den Gemarkungen Weisenbach und Reichental gewonnen. Es besteht derzeit kein Fremdwasserbezug. Das Strukturgutachten dient als Grundlage für die in den nächsten Jahren notwendigen Maßnahmen bei der Wasserversorgung.

Weiterhin berät das Gremium über die Forstneuorganisation und zukünftige Betreuung des Gemeindewalds. Aufgrund kartellrechtlicher Bedenken gegen die seitherige gemeinsame Vermarktung von Holz aus dem Staats- und Kommunalwald führt das Land Baden-Württemberg zum 1. Januar 2020 eine Forstreform durch. Für den forstlichen Revierdienst, den Holzverkauf und die Wirtschaftsverwaltung müssen die Landkreise ab 2020 höhere Entgelte erheben. Im Gegenzug erhalten die kommunalen Waldbesitzer vom Land einen Mehrbelastungsausgleich, um den das Entgelt für den forstlichen Revierdienst reduziert wird.

Insgesamt entstehen der Gemeinde künftig jährliche Mehrkosten für den Gemeindewald Weisenbach von rund 7 400 Euro. Die einzige Alternative zur Beibehaltung der umfassenden Betreuung durch das Forstamt des Landkreises wäre die Einstellung eines gemeindeeigenen kommunalen Revierleiters des gehobenen forsttechnischen Dienstes und die Wahrnehmung des Holzverkaufs und der Wirtschaftsverwaltung mit eigenem Personal. Damit wären für die Gemeinde allerdings wesentlich höhere Kosten und zusätzliche organisatorische Aufwendungen verbunden. Die Gemeindeverwaltung empfiehlt, die bewährte Zusammenarbeit mit dem Forstamt des Landkreises fortzuführen, beginnend mit dem 1. Januar 2020 für einen Zeitraum von fünf Jahren.

In der Gemeindeverwaltung hat eine Besprechung mit Forstdirektor Markus Krebs und Revierleiter Dietmar Wetzel zum Waldwirtschaftsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2020 stattgefunden. Der Betriebs- und Bewirtschaftungsplan soll vom Gemeinderat beschlossen werden.

Aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen für den Gemeindewald mit einem erheblichen Preisrückgang bei den Holzverkäufen sowie erhöhten Aufwendungen für die Aufarbeitung von Käfer- und Sturmholz kann im Forstwirtschaftsjahr 2020 kein Überschuss im Waldwirtschaftsplan erzielt werden, heißt es in den Sitzungsunterlagen.

Für den Kindergarten St. Christophorus wird die Bedarfsplanung vorgestellt. Die Betreuung für Kinder über drei Jahren soll trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen um eine vierte Gruppe mit zwölf Plätzen erweitert werden. Kinderbetreuung sei ein sehr wichtiger Baustein beim Thema "Familienfreundliches Weisenbach", heißt es in den Sitzungsunterlagen. Ebenfalls soll der Gemeinderat die Anpassung der Elternbeiträge zum 1. Januar 2020 und die Änderung der Satzung über die Abwasserbeseitigung beschließen.

Bürgerfragestunde, Bekanntgaben, Informationen sowie Anfragen der Gemeinderäte ergänzen die Tagesordnung.

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