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Umstrittene Benennung
Umstrittene Benennung
20.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gaggenau - Nicht unumstritten war im Gemeinderat die "Benennung des Sportgeländes an der B 462". Der VFB Gaggenau hat beantragt, das Gelände zu benennen und ihm zu gestatten, den Namen werblich zu vermarkten. Die erzielten Einnahmen will der Verein in vollem Umfang behalten. Nach längerer Diskussion votierten 14 Räte für den Antrag, acht waren dagegen, zwei enthielten sich.

Hauptamtsleiter Georg Feuerer hatte eingangs erwähnt, dass der Antrag ähnlich sei wie vor Jahren jener des FV Bad Rotenfels, der seinerzeit befürwortet worden war. Der VFB möchte das Sportgelände künftig "Framar-Arena" benennen. "Arena ist etwas hochgegriffen", bemerkte Dr. Ellen Markert (CDU) und fragte, ob man diesbezüglich nochmals mit dem Verein reden könnte.

Als Gegner der Benennung entpuppte sich Theo Gehrmann (FDP). "Ich bin gegen diesen Vorschlag", sagte er und wiederholte dies im Zuge der Diskussion mehrfach. In Bad Rotenfels habe ein "ausgefeiltes Konzept" vorgelegen. Schon damals habe er gesagt, dass so eine Namensgebung für die Sportvereinigung Ottenau (deren Vorsitzender Gehrmann viele Jahre war) nicht in Frage komme. Der Firmenname des Sponsors sei ihm nicht bekannt. Er fragte, was passiere, wenn die B 462 in diesem Bereich vierspurig ausgebaut werde. "Der Ausbau ist aus dem Bundesverkehrswegeplan rausgeflogen", bemerkte dazu Bürgermeister Michael Pfeiffer. In den nächsten zehn Jahren (maximale Dauer der Übertragung der Namensrechte) werde es einen Straßenausbau nicht geben.

Gehrmann betonte, dass er nichts gegen den VFB habe. Er wollte Vertragsdetails wissen und habe sich "sagen lassen, dass es um 1 000 Euro im Jahr" gehe und um Platzpflege. Wenn das Unternehmen Sponsoring betreiben wolle, könne es ja die Bandenwerbung nutzen oder im Stadionheft werben, meinte Martin Hahn (FWG). Den Verwaltungsvorschlag lehnte er ab. Sein Fraktionskollege Heinz Adolph bemängelte, dass bei der Gemeinderatssitzung kein Vertreter des VFB anwesend war.

Zustimmung signalisierte Andreas Paul für die CDU-Fraktion. Rudi Drützler, Vorsitzender des FV Bad Rotenfels, der am Montag nicht an der Sitzung teilnehmen konnte, habe seinen Kollegen "sehr ans Herz gelegt", dem Antrag zuzustimmen. Von "Hilfe zur Selbsthilfe für den Verein" sprach Gerd Pfrommer (SPD). Es koste die Stadt nichts, belaste nicht den Haushalt.

Die ausufernde und teils hitzige Diskussion beendete Oberbürgermeister mit den Worten: "Jeder hat das Recht, Nein zu sagen." Mehrheitlich gab es das positive Votum.

Framar Bau ist in Ottenau beheimatet. Geschäftsführer ist Martin Fratric. Spezialisiert hat sich das Unternehmen unter anderem auf Garten- und Landschaftsbau, Erdbau- und Pflasterarbeiten, Keller- und Bauwerksabdichtungen.

www.framarbau.de

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