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Zoll und Bundespolizei auf Baustelle
Zoll und Bundespolizei auf Baustelle
21.11.2019 - 00:00 Uhr
Von Ulrich Jahn

Gernsbach - Aufregung gestern am Morgen in Scheuern. Auf der Baustelle in der Friedrichstraße rückten Beamte von Zoll, Bundes- und Landespolizei an. Doch die Vermutung, es handle sich um eine Durchsuchung, traf nicht zu.

"Es handelte sich um eine normale Prüfung der Baustelle", hieß es auf Nachfrage von der Pressestelle des zuständigen Hauptzollamts Karlsruhe. Konkret ging es um die "verdachtlose Prüfung von rund 40 Arbeitern" auf der Baustelle, so eine Sprecherin. Beamte der Bundes- und Landespolizei überprüften die Dokumente der Arbeiter. Ob bei der gestrigen Prüfung irgendwelche Verstöße festgestellt wurden oder alles korrekt war, ist nicht bekannt. "Auffälligkeiten konnten bislang nicht festgestellt werden, die Auswertung der Unterlagen dauert an", hieß es gestern Abend von der Pressestelle des Zolls.

Das Bauprojekt auf dem rund 15 000 Quadratmeter großen Gelände des früheren Schwesternwohnheims ist nicht unumstritten. Anlieger befürchten anhaltende Belästigungen durch die neuen Wohnungen und beklagen fehlende Lärmschutzmaßnahmen für die Nachbarschaft. Laut Gesetzgebung hätten sie das Recht auf Bestandsschutz, hatten fünf Anlieger-Familien vor geraumer Zeit argumentiert. Die Stadt verweist dagegen darauf, dass ein Bestandsschutz grundsätzlich nicht gegeben sei.

Seit gut einem Jahr ist der Wohnpark "Am Sonnenrain" am Wachsen. Gebaut werden elf Mehrfamilienwohnhäuser mit insgesamt 122 Wohneinheiten. Fast auf den Tag genau vor einem Jahr, am 19. November 2018, war der erste Spatenstich für das Projekt. Der Investor, Wohnbau Reisser GmbH aus Ludwigsburg, will innerhalb von drei Jahren die Entwicklung abgeschlossen haben. Die ersten Wohnungen sollen in etwa einem Jahr bezugsfertig sein. Das Gelände wird nach Auskunft des Investors autofrei gestaltet. Für die Fahrzeuge der Bewohner sollen Tiefgaragen bereitstehen.

Zur Wärmeerzeugung der gesamten Wohnanlage wird ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) eingebaut. Diese Art der Energieerzeugung zähle, wie Verkaufsleiter Andreas Holzwarth vor einem Jahr beim ersten Spatenstich dargelegt hatte, zu den alternativen Energien und sei hocheffizient: "Beim zusätzlichen Einsatz von Biogas ist der CO 2 -Ausstoß des Objekts kein Thema mehr." Zur optimalen Ergänzung des BHKWs sollen die Dächer der Mehrfamilienhäuser mit Photovoltaikelementen belegt werden.

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