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Wald als "unbekannte Größe" im Gemeindeetat
Wald als 'unbekannte Größe' im Gemeindeetat
02.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Joachim Birk

Forbach / Weisenbach - Die katholische Seelsorgeeinheit Forbach-Weisenbach beriet am Donnerstag ihren Haushalt für das kommende Jahr. Zu den größten Posten im kirchlichen Etat zählen die betreuten Kindergärten und der Erhalt der Gebäude.

Klaus Mungenast, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, gab im Gemeindehaus Langenbrand eingangs einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Seelsorgeeinheit. Demnach sieht der Haushaltsplan für 2020 einen Überschuss von 53 500 Euro vor, nach einem Plus von 227 000 Euro im laufenden Jahr.

Den größten Anteil am Finanzvolumen der Seelsorgeeinheit hat der Kindergartenbetrieb. Er stellt, hauptsächlich wegen der Personalkosten, den größten Aufwandsposten dar. Gleichzeitig entfällt auf ihn, wegen der Zuschüsse der politischen Gemeinde Forbach, auch der Löwenanteil der erwirtschafteten Erträge. Weitere wichtige Standbeine des kirchlichen Etats sind die Zuweisungen aus der Kirchensteuer sowie die Erträge aus Grundvermögen.

Dürreperioden

bemerkbar

Mungenast und auch Pfarrer Thomas Holler machten den besonderen Charakter dieser Einnahmequelle deutlich. Es handele sich dabei hauptsächlich um Einnahmen aus den Wäldern der zusammengeführten Pfarrgemeinden, dem Stiftswald Weisenbach und dem Heiligenwald Forbach. Dieser Forst werde vom Forstamt Bad Rotenfels bewirtschaftet, die Einnahmen als auch die Aufwendungen seien weit weniger vorhersehbar als bei anderen Etatposten. Hier machten sich wie in anderen Revieren auch die vorangegangenen Dürreperioden und unterschiedliche Hiebsätze bemerkbar.

Eine detaillierte Aufschlüsselung des Gemeindehaushalts gaben Thomas Hauns und Marion Köppel-Schaaf von der katholischen Verrechnungsstelle Rastatt. Sie attestierten der Seelsorgeeinheit eine solide finanzielle Basis, Pflichtrückstellungen und liquide Mittel reichten aus, um den planmäßigen laufenden Verpflichtungen, namentlich für die Gebäudeerhaltung, nachkommen zu können. Laut Lagebericht verfügt die Kirchengemeinde im mittleren Murgtal über 21 Gebäude und Gebäudeteile sowie acht Mietwohngebäude. Als größeres Bauvorhaben ist in den nächsten beiden Jahren die Betonsanierung der Filialkirche in Au geplant.

Noch nicht spruchreif seien dagegen Baumaßnahmen am Josefshaus Forbach. Sollte sich dort kurzfristig Bedarf ergeben, könnte dieser in einem Nachtragshaushalt berücksichtigt werden. Keine Änderungen oder besondere Aufwendungen sind dagegen beim Kindergarten St. Johannes und beim Stellenplan der Kirchengemeinde vorgesehen.

Pfarrer Holler machte darauf aufmerksam, dass die Bewirtschaftung des aktuellen kirchlichen Immobilienbestands langfristig ein zu hoher Aufwand darstellen könnte. Eine Gebäudekonzeption mit Bestandserfassung soll daher Aufschluss darüber geben, welcher Gebäudebestand für die kirchliche Tätigkeit der Zukunft noch benötigt wird - derzeit betreut die Pastoral rund 4250 Katholiken bei leicht rückläufiger Tendenz.

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