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Mehr Besucher auf dem Kaltenbronn
Mehr Besucher auf dem Kaltenbronn
05.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Veronika Gareus-Kugel

Gernsbach - Von einem "positiven Signal" sprach der Vorsitzende des Zweckverbands Infozentrum Kaltenbronn und Bürgermeister von Gernsbach, Julian Christ. Das Land stellt 435 000 Euro für die Weiterentwicklung des bisherigen Infozentrums Kaltenbronn zur Verfügung (das BT berichtete). 2019 wurde dafür ein Masterplan erarbeitet und bei der jüngsten Sitzung des Gernsbacher Gemeinderats beschlossen. Kern des Konzepts sind der Neubau eines Naturpark-Hauses und eine sanfte touristische Weiterentwicklung des sensiblen Gebiets rund um den Kaltenbronn.


Das Potenzial des Infozentrums als Touristenziel spiegeln die Haushaltszahlen für 2018 wider. Dennoch beinhaltet der Verwaltungshaushalt höhere Ausgaben von 35 708 Euro, wie Benedikt Lang als Kämmerer der Standortgemeinde Gernsbach berichtete. Der geringeren Zuweisung durch den Naturpark stehen Mehreinnahmen bei den Eintrittsgeldern gegenüber, was zur Kompensation führte. Die Besucherzahl lag auch höher als angenommen. Jedoch ergaben sich bei den Ausgaben erhebliche Überschreitungen. Diese resultieren unter anderem aus der Gebäudeunterhaltung, den Werbungskosten sowie den Wechselausstellungen.

Insgesamt, so der Kämmerer, beträgt die Betriebskostenumlage für die Verbandsgemeinden Gernsbach, Enzklösterle und Bad Wildbad für 2018 105 506 Euro. Eine Nacherhebung von 30 606 Euro musste durchgeführt werden. Die Annahme des Haushaltsabschlusses durch die drei beteiligten Gemeinden erfolgte dennoch einstimmig. Lang legte weiter dar, dass für das noch laufende Jahr keine Mittelüberschreitungen zu erwarten sind und die Betriebskostenumlage wohl wie geplant ausfalle.

Keine größere Abweichung lassen auch die für 2020 gefasste Haushaltssatzung und der Haushaltplan zu. Wie schon 2019 werde die Betriebskostenumlage für das kommende Jahr bei 105 000 Euro festgeschrieben. Davon entfallen auf die Städte Gernsbach und Bad Wildbad jeweils 44 100 Euro und auf die Gemeinde Enzklösterle 16 800 Euro.

Nicht zu finden sind in der Haushaltsrechnung die Kosten für den Masterplan. Dieser wird vom Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord entwickelt. Darauf wies Klaus Mack, Bürgermeister von Bad Wildbad, hin. Als nächsten Schritt formulierte er die Suche nach einer Person für das Umsetzungsmanagement sowie weiterer Geldgeber. Von einem "touristischen Riesenpotenzial" sprach in diesem Zusammenhang auch der Bürgermeister von Enzklösterle, Sascha Dengler.

Das Fazit von Infozentrumsleiterin Kristina Schreier untermauerte das vorgelegte Zahlenwerk. Trotz zahlreicher Widrigkeiten, wie der Straßensperrung und Wetterextremen im Frühjahr, bezeichnete sie das Jahr 2019 als Erfolg. Knapp 200 Veranstaltungen gingen über die Bühne. Überdies nahm das Infozentrum an fünf Naturparkmärkten in der Region teil. Insgesamt konnten 3 000 Personen für die Natur begeistert werden. Genauso viele besuchten auch die Ausstellungen. Mittlerweile darf sich das Infozentrum über die Zertifizierung als nachhaltiges Reiseziel freuen.

Schreier dankte gestern in der Sitzung den Verbandsgemeinden für die Genehmigung der zweiten FSJ-Stelle (Freiwilliges Soziales Jahr). Die jüngst eröffnete neue Sonderausstellung zur Holz- und Forstwirtschaft stellte ihre neue Stellvertreterin Renate Fischer vor. Sie kündigte ein noch zu entwickelndes Begleitprogramm für Schulklassen an, quasi als Brückenschlag zum Klimaschutz.

"Wir gehen spannenden Zeiten entgegen", meinte Schreier vermutlich eher ironisch vor dem Hintergrund weiterer Straßensperrungen in Richtung Kaltenbronn.

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