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Stadtwerke-Gewinn wandert in kommunalen Haushalt
Stadtwerke-Gewinn wandert in kommunalen Haushalt
06.12.2019 - 00:00 Uhr
Gaggenau (uj) - Es ist schon Tradition, dass im Dezember im Gaggenauer Gemeinderat verschiedene Jahresabschlüsse vorgelegt und erörtert werden. So auch am Montag, als ein Viererpack zur Abstimmung anstand. Aufgrund des "Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages" zwischen Stadtwerke und Kurgesellschaft Bad Rotenfels haben sich die Stadtwerke verpflichtet, die Verluste der Kurgesellschaft abzudecken. Laut Jahresabschluss 2018 betrug die Bilanzsumme fast 12,335 Millionen Euro, der Jahresverlust rund 595 000 Euro.

Deutlich positiver fällt der Jahresabschluss 2018 der Stadtwerke aus Der Jahresgewinn betrug etwas mehr als 1,8 Millionen Euro. Die Bilanzsumme wird in den Sitzungsunterlagen mit fast 45,14 Millionen Euro angegeben. Martin Hahn (FWG) meinte, der Jahresgewinn zeige, dass von der Werkleitung eine gute Arbeit gemacht werde. Gerd Pfrommer (SPD) hob den "überdurchschnittlichen Marktanteil" der Stadtwerke Gaggenau bei Strom und Gas hervor. Eric Peplau (Bündnis 90/Die Grünen) regte an, dass der Jahresgewinn bei den Stadtwerken verbleiben und nicht dem kommunalen Haushalt zugeführt werden solle. Dazu bemerkte Oberbürgermeister Christof Florus, dass die Stadtwerke in den vergangenen Jahren den Gewinn behalten konnten, die Stadt das Geld jedoch aktuell wegen der Haushaltslage benötige. Dr. Ellen Markert (CDU) wollte wissen, weshalb es im Hallenbad Murgana, das von den Stadtwerken betrieben wird, eine Verschlechterung um 50 000 Euro gegeben habe. Stadtwerkechef Paul Schreiner räumte ein, dass er "keine wirkliche Erklärung" habe. Er erinnerte aber an Personalprobleme, was diverse Schließzeiten des Bades zur Folge hatte. "Die Schließtage waren durchaus ausschlaggebend", ergänzte Bürgermeister Michael Pfeiffer.

Eigenkapitalquote

von 67 Prozent

Erfolgreich gearbeitet hat laut Kämmerer Andreas Merkel der Eigenbetrieb Stadtwohnung. Er hob insbesondere die Eigenkapitalquote von 67 Prozent hervor. Vergleichbare Baugenossenschaften würden etwa 25 Prozent vorweisen. "Die Finanzlage ist geordnet und langfristig gesichert", unterstrich Merkel. Die Jahresbilanz 2018 belief sich auf fast 10,66 Millionen Euro. Der Jahresgewinn betrug etwas mehr als 428 000 Euro und wird an den Haushalt der Gemeinde abgeführt.

Bei der Wohnungsgesellschaft Gaggenau gab es 2018 einen Bilanzgewinn von fast 140 000 Euro (im Vorjahr ein Minus von rund 3 200 Euro). Die Steigerung bei den Umsatzerlösen ist laut Merkel insbesondere darauf zurückzuführen, dass die von der Gesellschaft errichteten Mietwohngebäude in der Alban-Stolz-Straße 1 in Bad Rotenfels ab Oktober 2017 und Konrad-Adenauer-Straße 42a in Gaggenau ab März 2018 vermietet wurden. Instandhaltungsmaßnahmen erfolgten überwiegend im Wohnungsbestand im Gewann "Gritt".

In der Fraktionsrunde zu den Jahresabschlüssen Eigenbetrieb Stadtwohnung und Wohnungsgesellschaft hob Dorothea Maisch (CDU) die positiven Zahlen im Bausektor hervor. Es sei richtig, in guten Zeiten zu investieren. Sie bat darum, die Mietpreise immer im Auge zu behalten. "Wermutstropfen" sei das Bauprojekt der Stadtwohnung in der Jahnstraße 11a, wo die Kosten höher als geplant seien. Man müsse schauen, dass die Kosten nicht davon laufen und die Interessen der Anlieger berücksichtigt würden.

Auch Eric Peplau sprach dieses Projekt an ("Das Kind ist jetzt in den Brunnen gefallen") und forderte, die Betroffenen zu unterstützen. "Die beiden Wohnungsgesellschaften stehen auf gesunden Beinen", hob Gerd Pfrommer hervor. Es werde vernünftig gearbeitet. Er betonte, dass Wohnungsbau benötigt werde. Allerdings müsse jedes einzelne Projekt geprüft werden, meinte er mit Blick auf die Jahnstraße, wo es "viel Frust in der Nachbarschaft" gebe. Christof Florus erinnerte daran, dass es für die Jahnstraße einen "mehrheitlichen Beschluss" gegeben habe.

Jeweils einstimmig stellte der Gaggenauer Gemeinderat die einzelnen Jahresabschlüsse fest.

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