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Lichterglanz muss warten
Lichterglanz muss warten
06.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Hartmut Metz

Loffenau - Der Erdbrüchleweg erstrahlt trotz Weihnachten noch nicht so schnell in neuem Lichterglanz. Der Loffenauer Gemeinderat hob am Dienstag die Vergabe der Straßenbeleuchtung wegen eines hohen Angebots auf. Jan Müller vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Waldbronn hatte 102 562 Euro dafür veranschlagt - der einzige Bieter wollte die gewünschten Leistungen jedoch nur für 192 580 Euro erbringen.


"Der Ansatz liegt zirka 87,8 Prozent über dem Kostenvoranschlag", betonte Müller. Das Angebot der Gondelsheimer Firma Resys Regenerative Energiesysteme GmbH sei "nicht wirtschaftlich", weshalb der Berater der Gemeinde empfahl, die "Ausschreibung aufzuheben". Dem folgten die Bürgervertreter aller drei Parteien einstimmig. Zudem beauftragte der Gemeinderat die Rathaus-Verwaltung, die Arbeiten freihändig bis zu einer Bruttosumme von 115 000 Euro zu vergeben. Für die Maßnahme erhält die Gemeinde auch Mittel aus dem Ausgleichsstock.

Müller ist "frohen Mutes", dass dieser Betrag ausreicht und durch Verhandlungen ein "günstigeres Ergebnis" zu erzielen sei. Die teure Offerte der Firma Resys mochte er nicht als Wucher geißeln, sondern führte die Verdoppelung auf ein "Missverständnis" zurück. Die Forderungen für die "Erdarbeiten lagen auffällig hoch", sprich die Firma müsse deutlich weniger Arbeit investieren als gemutmaßt.

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED hatte der Gemeinderat bereits dieses Jahr beschlossen (das BT berichtete). Vor allem sollten die jahrzehntealten Pilzleuchten weichen. Von diesen wurden auch im Nachhinein drei im Krisenpfad entdeckt, die bisher in keinem Bestandsplan der Gemeinde verzeichnet waren. Diese fielen durchweg bei der Mastprüfung durch und müssen zeitnah ersetzt werden.

Insgesamt ging es diesmal bei dem Tagesordnungspunkt um 18 Leuchten beziehungsweise Masten, die ausgetauscht werden müssen. Alleine die Hälfte entfällt hierbei auf die Erdbrüchlestraße. Dieselbe Zahl sei auch "nicht standsicher", berichtete Müller. Roland Seeger (FWG) und Wolfgang Reik (SPD&Aktive Loffenauer Bürger) hakten bei dieser Aussage ein - die drei von ihnen im Ortsgebiet ermittelten "schiefhängenden Leuchten" wirken wohl bedenklich gefährlich, bestanden jedoch durchweg den Standsicherheitstest, befand Müller.

Mehr Leuchten im Erdbrüchle

Jedenfalls dürfen die Anwohner im Erdbrüchle auf mehr Durchblick nächtens hoffen: Die neuen LED-Leuchten sollen nicht nur in der "richtigen Höhe" angebracht werden, nachdem die veralteten Pilzleuchten in vier Metern Höhe schummrig rundum abstrahlen. Die Zahl der Leuchten wird nämlich von acht auf neun erhöht, weil in einem Bereich ein Abstand von 46 Metern gemessen wurde - 25 bis 30 Meter Abstand seien jedoch Usus, erläuterte Müller.

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