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"Unendliche Geschichte" vor dem Abschluss
09.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - In eine fast "unendliche Geschichte" ist Bewegung gekommen - der Radweg-Lückenschluss zwischen Weisenbach und Hilpertsau soll bald vollzogen sein. Dort wurden vorbereitende Rodungsarbeiten ausgeführt, um mit dem Bau einer Brücke beginnen zu können. Das Regierungspräsidium (RP) plant, ab Mitte/Ende Januar die dortige Lücke des Radwegs "Tour de Murg" zu schließen.

18 Monate Bauzeit für zwei Bauabschnitte sind vorgesehen. Die Fertigstellung wäre dann voraussichtlich im Juli 2021. Bauherr ist der Bund, ausführende Behörde das Regierungspräsidium Karlsruhe. Die Bauleistungen sollen am 20. Dezember vergeben werden, berichtet RP-Pressesprecherin Irene Feilhauer. Brücke und Radweg seien für die Verkehrssicherheit der Radler auf der touristisch stark genutzten Strecke sehr wichtig, freut sich Weisenbachs Bürgermeister Daniel Retsch über den baldigen Start der Arbeiten.

Bereits seit 2005 ist der Lückenschluss bei Weisenbach ein verkehrs- und kommunalpolitisches Thema. Die Radler müssen dort nämlich ein Teilstück auf der Bundesstraße 462 fahren, ehe sie wieder auf die "Tour de Murg" zurückkehren können.

Arbeitsplattform

im Murgbett

An der bereits im Frühjahr 2017 vorgestellten Planung an sich hat sich nichts geändert, erläutert RP-Sprecherin Feilhauer. Eine Brücke über die Murg zwischen dem Bereich "In den Höfen" in Weisenbach und Hilpertsau soll entstehen. Rund 500 Meter Zufahrtswege zum Bauwerk sind vorgesehen, dazu die neue Geh- und Radwegbrücke über die Murg mit einer Länge von rund 55 Metern.

Die Kosten werden derzeit mit rund 2,7 Millionen Euro kalkuliert. Dies könne sich allerdings noch ändern: Auflagen wegen ökologischer Belange beim Brückenbau seien noch zu berücksichtigen, gibt die Pressesprecherin zu bedenken. Die Kosten würden fortgeschrieben; im RP geht man von der Genehmigung aus. Die Arbeiten könnten dann am 20. Dezember vergeben werden. Baubeginn wäre so voraussichtlich Mitte Januar 2020.

Die Planung der Radwegbrücke gestaltete sich sehr aufwendig, da die Ausführung mit komplexen Eingriffen in das Gewässer und den Uferbereich verbunden ist, heißt es aus dem Regierungspräsidium.

Unter anderem werde eine Baustraße vom Firmenparkplatz der Baden Board Holding GmbH (ehemals Smurfit Kappa) zur Murg und durch den Fluss auf die Weisenbacher Seite benötigt. Außerdem ist eine temporäre, auf Bohrpfählen gegründete Arbeitsplattform in der Murg vorgesehen. Weiterhin werde ein Schwerlastkran benötigt, um die Brückenteile einzuheben.

Der erste Bauabschnitt umfasst den Wegebau auf Weisenbacher Gemarkung sowie den Bau der neuen Radwegbrücke über die Murg und einen provisorischen Anschluss an den Bestand auf Gernsbacher Seite.

Der zweite Bauabschnitt ist Wegebau auf Gernsbacher Gemarkung bis zum Anschluss an den bereits fertiggestellten Radweg in Hilpertsau bei der Werksbrücke.

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