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Wichtige Unterstützung für ältere Bürger
Wichtige Unterstützung für ältere Bürger
14.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Markus Mack

Weisenbach - Alle drei Jahre informiert der Weisenbach Seniorenrat den Gemeinderat über seine Aktivitäten. Seit 2016 ist "einiges gelaufen", sagte Seniorenrat-Sprecher Rudolf Fritz in der Sitzung am Donnerstagabend. In der Gemeinde gebe es noch die guten familiären und nachbarschaftlichen Hilfen, diese würden durch den Seniorenrat und die "Helfenden Hände" unterstützt. Ziel sei die Teilnahme der älteren Menschen am Leben in der Dorfgemeinschaft.

Professionelle Hilfen kommen von den Ärzten und der katholischen Sozialstation Forbach-Weisenbach, ergänzend erbringen 38 ehrenamtlich tätige Bürger weitere Leistungen. Die Angebote haben sich weiterentwickelt, berichtete Fritz. Waren es 2010 Info-Veranstaltungen und Beratungen durch den Seniorenrat, kamen die mobile Wohnberatung (2012), das "Begleitete Wohnen zu Hause" (2013; Träger Sozialstation), die "Helfenden Hände" (2015) mit Fahrdiensten und kleinen nachbarschaftlichen Dienstleistungen, der ökumenische Mittagstisch (2016) sowie die Medienberatung der Internetgruppe (2017) hinzu. Weisenbach verfüge mit den niedergelassenen Ärzten und den Angeboten der Sozialstation über eine hervorragende Infrastruktur für ältere Bürger, erläuterte Fritz.

Die Info-Veranstaltungen des Seniorenrats waren gut besucht, blickte er zurück. Die Themen reichten von der Patientenverfügung mit Dr. Ulrich Spies über "Wie schütze ich mich im Alter" mit Uwe Grimmeisen von der Kriminalpolizei bis zur "Generationengerechtigkeit" mit Pfarrer Thomas Holler. Die Teilnehmerzahlen schwankten zwischen 28 bis 84 Personen, sie kamen von Gernsbach bis Forbach.

Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, Hilfe bei Anträgen des Pflegegrads oder ambulante Hilfen wurden ebenfalls nachgefragt.

Die Zahl der Wohnberatungen ging zurück. Auch in anderen Gemeinden gebe es mittlerweile Wohnberater, Hans Feldick und Friedbert Wörner seien deshalb nicht mehr so oft außerhalb der Murgtalgemeinde tätig.

Stark nachgefragt waren Fahrdienste und die Begleitung außer Haus. Fahrten zu Arztbesuchen, zum Einkauf und insbesondere zum gemeinsamen ökumenischen Mittagstisch dienstags im Gemeindehaus schlagen zu Buche. Die durchschnittliche Teilnehmerzahl beim Essen liegt bei 60, das Team für Küche, Auf- und Abbau sowie Fahrdienste besteht aus 19 Personen.

Das Angebot des Bürgernetzwerks "Helfende Hände" hat einen hohen Bekanntheitsgrad und wird sehr gut genutzt, lautete das Fazit von Rudolf Fritz. Es habe sich zu einer organisierten, kommunalen Nachbarschaftshilfe entwickelt, als Ergänzung der familiären und professionellen Hilfen. Die Mitglieder des Bürgernetzwerks helfen kompetent und mit großer Empathie, was von den Nutzern geschätzt und anerkannt werde.

Bürgermeister Daniel Retsch würdige den Einsatz aller, die sich an den Hilfen beteiligen. Steffen Miles (CDU) und Uwe Rothenberger (Freie Wähler) dankten den "stillen Helfern" für ihre wichtige Arbeit im Alltag der älteren Mitbürger.

Im kommenden Jahr wird der Seniorenrat zehn Jahre alt. Am 18. März ist dazu eine Feier im Gemeindehaus geplant, informierte der Bürgermeister. Auch soll es einen gemeinsamen Generationen-Workshop mit jungen und älteren Weisenbachern geben.

Einstimmig wurden Renate Beck, Roswitha Hauser, Hans Feldick, Rudolf Fritz, Dr. Michael Otte, Dr. Ulrich Spies sowie Friedbert Wörner für drei Jahre in den Seniorenrat berufen.

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