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Rockiges Klassentreffen für Gaggenaus Jugend
Rockiges Klassentreffen für Gaggenaus Jugend
27.12.2019 - 00:00 Uhr
Von Ronja Schrimpf

Gaggenau - Wo man die Weihnachtsfeiertage verbringt, mag für manchen vor Weihnachten noch nicht geklärt sein - der 23. Dezember aber steht fest: Der Christmas Rock in der Bad Rotenfelser Festhalle zieht jedes Jahr aufs Neue Gaggenaus Jugend und junge Erwachsene an. Die Veranstaltung feierte ihr 30-jähriges Bestehen - und das mit Erfolg. Die Veranstalter mussten dennoch mit vielen Hürden kämpfen.

"Dieses Jahr haben wir uns hauptsächlich für regionale Bands entschieden. Wir sind unserem Konzept, eine Art Klassentreffen anzubieten, treugeblieben. Das war eine gute Entscheidung, denn es sind sehr viele Besucher gekommen", resümiert Hauptorganisator Maik Deck. Der Christmas Rock bot unter dem Motto "Rock Pur" "knallende Drums und beeindruckende Gitarrensounds und eine Mischung aus Rock, Grunge und Blues", warb der Verein Stadtjugendring als Veranstalter des Christmas Rock.

Mit dem Karlsruher Trio Magnetonaut startete der Christmas Rock mit stonerlastigem Grunge mit Attitude. Mehr Blues und Vintage gab es bei All Haze Red, einer deutschen Rock'n'Roll-Band, die sich von Led Zeppelin, Black Sabbath, Clutch und Grand Magus inspiriert fühlt. "Fetter Rock, dreckig wie Grunge: authentisch, erdig und ehrlich" waren die vier Jungs von Adoney, die den 90s Rock wieder aufleben ließen. Zum Abschluss trat mit einer Mischung aus Rock, Blues und Grunge die Karlsruher Band Bender auf die Bühne, die bereits mit ihren Alben "Of Ghosts and Travelers" (2011) und "Bottom Line" (2015) die Kritiker überzeugte.

Auch bei der After-Show Party unterhielt der Christmas Rock das Publikum mit der neuen Gansibar.

"Wir sind sehr zufrieden mit unserer Veranstaltung", erklärt Maik Deck, "Mit Sponsorensuche, Konzeptplanung, Werbung und Flyerverteilung haben wir schon im Sommer angefangen. Wir haben ein halbes Jahr daran geplant und organisiert."

Insgesamt zehn Organisatoren und über 40 Helfer stemmten dieses Jahr den Christmas Rock. Das seien immerhin fünf Organisatoren mehr als im vergangenen Jahr, freut sich Deck, "die Arbeitslast hat sich dadurch viel besser verteilt. Wir sind froh über die neuen Mitglieder im Orga-Team. Wir würden uns aber mehr junge Organisatoren wünschen." Die Menge an Helfern sei wie in den vergangenen Jahren aber auch teuer. "Als Helfer ist nicht nur der Eintritt kostenlos, sondern es sind auch zwei Freigetränke und ein Essensbon mit drin", zählt der 32-Jährige auf.

Problematisch seien aber auch die Hürden, mit denen die Veranstalter mit jedem Jahr mehr zu kämpfen hätten. "Es motiviert uns, in Gaggenau gerade auch für junge Menschen Veranstaltungen anzubieten und etwas zum gesellschaftlichen Leben beizutragen. Aber persönlich fehlt mir mit jedem Jahr mehr die Kraft und Energie", erläutert Deck, der bereits seit 2009 den Christmas Rock mitorganisiert. Seine Kritik richtet sich an die Gaggenauer Bürger wie an die Stadt: "Ich habe das Gefühl, dass der Christmas Rock früher mehr toleriert wurde und es mehr Verständnis dafür gab. Die Auflagen werden jedes Jahr mehr, die organisatorischen Hürden höher und die Beschwerden von Anwohnern häufen sich leider."

Dies zeigte sich in diesem Jahr vor allem durch die plötzliche Änderung des Veranstaltungsendes von 3 Uhr - wie in den vergangenen Jahren auch - auf 1 Uhr, berichtet Deck. Trotz dieser Änderung konnte der Christmas Rock wie gewohnt bis 3 Uhr seine Besucher unterhalten. Gerade für das kommende Jahr hofft Deck jedoch auf eine gütliche Einigung mit der Stadt.

"Die meisten jungen Menschen gehen nicht vor 22 Uhr auf ein Konzert - viele sogar noch später. Sollte der Christmas Rock schon um 1 Uhr enden, werden sich viele überlegen, ob sich das Eintrittsgeld noch lohnt", mahnt Deck. Dies fände der 32-Jährige besonders kritisch, da Angebote für junge Menschen in Gaggenau und Umgebung ohnehin fehlten.

"Wir werden für das nächste Jahr mit der Stadt Gaggenau ins Gespräch treten", kündigt Deck an, "ich würde mir wünschen, dass der Christmas Rock wieder mehr Wertschätzung erfährt."

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