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Jünger und moderner
04.01.2020 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - Etwas andere Wege will die Kulturgemeinde Gernsbach mit ihrem Veranstaltungsprogramm in der ersten Jahreshälfte 2020 gehen. Darüber informierten bei dessen Vorstellung die Programmverantwortlichen Hans-Christoph Graf von Nayhauss-Cormons, Peter Oetker und Wolfgang Tzschaschel.

Das Veranstaltungsprogramm zeigt deshalb auch ein etwas anderes Bild - jünger und moderner. Das Ziel, das die Veranstalter damit verfolgen, ist der Gewinnung eines jüngeren Publikums gewidmet. Jung und frisch ist deshalb auch der Auftakt.

MDR Klassik nannte Simon Höfele "einen jungen wilden Trompeter". Der 25-Jährige ist einer der erfolgreichsten Trompeter der jungen Generation. Mit ihm und seinem Duo-Partner Pianist Frank Dupree wird der Veranstaltungsreigen am 26. Januar um 18 Uhr in der Stadthalle eröffnet. Zu hören sein wird unter anderem die Trompetensonate von Paul Hindemith, aber auch "An American in Paris" von George Gershwin.

Mit der Akkordeonistin Vivian Chassot und dem Vogler Quartett findet der musikalische Reigen am 15. März seine Fortsetzung. Konzertbeginn ist um 18 Uhr. Eine reizvolle Kombination und eine Premiere für das Murgtal werden versprochen. Klassische Kammermusik, bei der sich vertraute Klänge des Streichquartetts mit den faszinierenden Klangfarben eines virtuos gespielten Akkordeons vermischen. Die Schweizerin Chassot lässt bei ihren Bearbeitungen Fantasie walten. Das Vogler Quartett ist in seiner Besetzung seit 34 Jahren unverändert. Als erstes freies Streichquartett der DDR gewann es 1986 den ersten Preis beim renommierten Wettbewerb in Evian. Seitdem ist die Welt ihre Bühne. Auf der Setliste bei diesem Auftritt stehen nicht nur Werke großer Komponisten, sondern auch Meisterliches vom Meister auf dem Akkordeon - Astor Piazzolla.

Zu hören sein wird auch das französische Streichquartett Quatuor Voce (26. April, 18 Uhr). Nach Auffassung der Süddeutschen Zeitung gehört das Quartett weltweit zu den Spitzenensembles. Die vier Musiker, die sich 2004 zusammengetan haben, sind ausgesprochen experimentierfreudig im Umgang mit Kompositionen. Sie begleiteten schon Stummfilme oder arbeiteten mit Vogelstimmen-Imitatoren zusammen. In Gernsbach lassen diese Musik aus drei Jahrhunderten erklingen. Angekündigt ist unter anderem das monumentale Streichquartett Nr. 15 von Franz Schubert und das Streichquartett Nr. 2 von Benjamin Britten.

Die Zukunft der Ozeane und Hölderlins Geister

Auch will sich die Kulturgemeinde der Diskussion um den Klimawandel und dessen dramatischen Folgen für die Menschheit nicht verschließen. Sie lädt deshalb am 10. März um 19 Uhr zu einer Lesung mit Frank Schweikert, Meeresbiologe und Journalist von der Deutschen Meeresstiftung Hamburg, ein. Der Vortrag trägt den Titel: "Zum Überleben müssen wir unsere Ozeane retten." Für ihn sichern die Ozeane das Überleben der Menschen auf dem Planeten Erde. Anhand von Beispielen will dieser die Wechselwirkungen zwischen Politik und wachstumsorientierter Wirtschaft aufzeigen - und ebenso mögliche Wege in eine bessere Zukunft für das Ökosystem Meer.

Anlässlich des 250. Geburtstages von Friedrich Hölderlin wird Karl-Heinz Ott (6. Mai, 19 Uhr) aus seinem Essayband "Hölderlins Geister" lesen. Hölderlin erblickte ebenso wie Ludwig van Beethoven vor 250 Jahren das Licht der Welt. Durch seine Wirkungsgeschichte spuken Götter, Nazis, Marxisten und Revolutionäre. Ott löst die Paradoxie auf, indem er Hölderlins Bildungsentwicklung im Kreise von Hegel und Schelling, mit denen der Dichter im Tübinger Stift in einer Art Wohngemeinschaft lebte, in den Blick nimmt. Alle Veranstaltungen der Kulturgemeinde Gernsbach finden in der Stadthalle statt.

Am 10. Februar um 18 Uhr lädt die Kulturgemeinde zu ihrer Jahreshauptversammlung in das Trauzimmer des Rathauses ein. Unter anderem wird eine personelle Neuorientierung angekündigt.

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