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Schaden von einer viertel Million Euro
07.01.2020 - 00:00 Uhr
Gaggenau (red/uj) - Großeinsatz für die Feuerwehren auf der Entsorgungsanlage "Hintere Dollert" im Gaggenauer Stadtteil Oberweier. Am Freitagabend gegen 18.30 Uhr kam es zu einem Brand einer Umladehalle (das BT berichtete). Sowohl Teile der Halle als auch darin gelagerter Abfall waren betroffen. Nach Beendigung der Löscharbeiten wird der Schaden nach Angaben der Polizei auf etwa 250 000 Euro geschätzt. "Es wird davon ausgegangen, dass es zur Selbstentzündung der Müllabfälle kam", heißt es im Pressebericht der Polizei.

Die Feuerwehren aus Gaggenau (mit den Abteilungen Oberweier und Kernstadt) und Bischweier waren am Freitag gegen 18.35 Uhr zu dem Brand in der Entsorgungsanlage "Hintere Dollert" alarmiert worden. Die Feuerwehr Bischweier wird im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit aufgrund der räumlichen Nähe zum Gaggenauer Stadtteil Oberweier bei entsprechenden Alarmstichworten automatisch mitalarmiert. Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Beim Eintreffen der Feuerwehr brannten größere Mengen Sperr- und Hausmüll in der Umladehalle der Entsorgungsanlage. Das Feuer hatte bereits auf die Fassade und die Elektroinstallation des Gebäudes sowie auf die Technik der auf dem Gebäude installierten Photovoltaik-Anlage übergegriffen. Da der Betrieb auf der Entsorgungsanlage bereits eingestellt war, waren keine Personen gefährdet. Aufgrund der vorherrschenden Windrichtung wurde der Rauch in Richtung ehemaliges Deponiegelände beziehungsweise der dortigen Waldfläche geblasen. "Eine Gefährdung der Bevölkerung konnte deshalb ausgeschlossen werden", berichtet die Feuerwehr. Vorsorglich wurde wegen der starken Rauchentwicklung durch das Polizeipräsidium Offenburg dennoch eine Gefahreninformation für die Bevölkerung herausgegeben.

Durch einen schnellen und umfassenden Löschangriff und gezielter Riegelstellung zum Schutz des Gebäudes konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Beschädigungen des Gebäudes und der Photovoltaik-Anlage konnten dennoch nicht verhindert werden. Mit einem Bagger wurden die brennenden Müllberge auseinandergezogen und von der Feuerwehr abgelöscht. Mehrere Brandherde in der Dach- und Fassadenkonstruktion wurden gezielt abgelöscht.

Da der länger andauernde Löscheinsatz nur unter Atemschutz geleistet werden konnte, wurde gegen 19.20 Uhr auch die Feuerwehrabteilung Bad Rotenfels zur Verstärkung nachgefordert. Landrat Toni Huber sowie Kreisbrandmeister Heiko Schäfer und der Gaggenauer Bürgermeister Michael Pfeiffer verschafften sich vor Ort eine Übersicht der Lage in der Entsorgungsanlage, die dem Landkreis gehört.

Gegen 22 Uhr konnten die ersten Kräfte aus dem Einsatz herausgelöst werden. Eine Brandwache blieb über Nacht vor Ort. Im Einsatz waren von der Feuerwehr Gaggenau 57 und von der Feuerwehr Bischweier 24 Einsatzkräfte. Außerdem war der Rettungsdienst mit drei und die Polizei mit vier Kräften vor Ort. Als erstes waren Angehörige der Feuerwehr-Abteilung Oberweier am Einsatzort, gefolgt von den Kameraden aus Bischweier und der Gaggenauer Kernstadt.

Zur Verpflegung der Einsatzkräfte wurde gegen 21 Uhr die DRK-Bereitschaft Gaggenau alarmiert, die für heißen Tee, Kaffee und belegte Brötchen sorgte.

Glutnester noch am Samstag entdeckt

Bei einer letzten Kontrolle am Samstag (gegen 8 Uhr) wurden nochmals Glutnester im Bereich der Stirnseite der Fassade entdeckt. Hierzu mussten Teile der Fassade entfernt werden. Die Drehleiter sowie ein Tanklöschfahrzeug mussten deshalb nochmals mit sechs Einsatzkräften ausrücken. Dieser Einsatz konnte geben 10.30 Uhr abgeschlossen werden, informierte der Gaggenauer Feuerwehrkommandant Dieter Spannagel. Am Sonntag waren die Floriansjünger nochmals vor Ort und leisteten Amtshilfe. Vertreter der Stadtwerke Pforzheim, die die Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäude betreiben, machten sich ein Bild von den Schäden.

Anwohner im angrenzenden Bereich waren gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und gegebenenfalls Lüftungsanlagen abzustellen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

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