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"Arbeitsames Jahr" für
'Arbeitsames Jahr' für
08.01.2020 - 00:00 Uhr
Gernsbach (vgk) - Das Feuerwehrwesen in Gernsbach steht vor einem Umbruch. Einerseits stehen Neuerungen auf Kreisebene an wie eine veränderte Alarmierungsstruktur im Falle eines Brandes. Andererseits wird der neue Feuerwehrbedarfsplan für die nächsten zehn Jahre Einfluss auf die Strukturen der Freiwilligen-Feuerwehr-Abteilungen in Gernsbach nehmen.

"Die Feuerwehr ist ein wichtiges Konstrukt in einer funktionierenden Gemeinschaft, in der sich einige wenige für andere einsetzen, um diese zu schützen", betonte Abteilungskommandant Oliver Schmidt vor seinem Jahresbericht. Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gernsbach, Abteilung Obertsrot, musste er bereits vom ersten Einsatz 2020 berichten: Zwei Stunden nach Silvester rückten die Floriansjünger erstmals aus. Zum Glück galt dieser Einsatz "nur" einem brennenden Mülleimer im Bereich der Stadtbahnhaltestelle.

Schmidt blickte auf ein "arbeitsames und interessantes Jahr 2019" zurück. Eine Herausforderung sei die Zusammenarbeit mit dem komplett neuen Abteilungsausschuss, welcher sich zuerst finden musste, gewesen. Nachdem dies erledigt war, konnte es mit Volldampf an die eigentliche Arbeit gehen.

Die beachtliche Anzahl von Übungs- und Ausbildungsdiensten, wöchentlichen Proben und steigende Anforderungen am Arbeitsplatz bedeuteten für die Angehörigen eine große Belastung. Deshalb richtete sich sein Dank auch an diejenigen, die maßgeblich an der großen Leistungsbereitschaft der Kameraden Anteil haben. Außerdem wachse man immer mehr mit der Abteilung Hilpertsau zusammen.

Zeit in Anspruch nahmen die Gespräche über die Zukunft der Abteilungen in der Stadt. Wie bereits berichtet, soll auf diesem Weg ein externer Berater von der Berufsfeuerwehr Freiburg die Überlegungen unterstützen und begleiten. Schmidt versicherte, dass sobald neue Erkenntnisse oder wichtige Informationen vorliegen, diese den Kameraden kommuniziert würden. Am Tag der offenen Tür am 11. Juli soll das 50-jährige Jugendfeuerwehr-Jubiläum gebührend gefeiert werden. Die Zusammenarbeit mit der Abteilung Hilpertsau soll weiter vertieft und das neue Alarmierungskonzept ebenfalls auf den Weg gebracht werden. Dieses sieht unter anderem vor, dass von der Integrierten Leitstelle aus immer die zum Brand nächstgelegene Feuerwehreinheit alarmiert wird. Abschließend dankte Schmidt allen für ihren Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit.

2 190 Arbeitsstunden

geleistet

Die harten Fakten und Zahlen unterbreitete Schriftführer Thomas Botosch. Es blieb nicht bei allgemeinem Übungsgeschehen, Brandeinsätzen, Lehrgängen oder Teilnahmen an Leistungswettbewerben. Die aktive Abteilung mit ihren 26 Mitgliedern engagierte sich zudem unter anderem bei der Fastnacht, bei Landschaftspflegeeinsätzen oder der 800-Jahr-Feier der Stadt Gernsbach. Gratulieren konnte Botosch zudem Saskia Fieg, die gemeinsam mit Feuerwehrkameraden aus Weisenbach in Bühl das goldene Leistungsabzeichen erwarb.

Aktuell zählt die Jugendabteilung neun Mitglieder, der Ehrenabteilung gehören elf Feuerwehrkameraden an. Insgesamt wurden von den Feuerwehrfrauen und -männern 2 190 Arbeitsstunden erbracht. Die im vergangenen Jahr gesetzten Schwerpunkte im Nachwuchsbereich skizzierte Jugendleiterin Saskia Fieg. Von den Aktivitäten der Alterskameraden berichtete Altersobmann Willi Stößer.

Den Dank der Stadt und der Dorfgemeinschaft überbrachten Ortsvorsteher Walter Schmeiser und Bürgermeister-Stellvertreterin Irene Schneid-Horn. Auch Ehrungen langjähriger verdienter Kameraden waren in die Versammlung eingebettet, ebenso wie Beförderungen. Zu Feuerwehrmännern konnten Abteilungskommandant Schmidt und der stellvertretende Gesamtwehrkommandant Dennis Reiser Franz-Josef und Johannes Dörrer ernennen. Als Oberlöschmeister firmieren zukünftig er selbst und sein Stellvertreter Christian Enczmann.

Seit mehreren Jahrzehnten sind Matthias Krieg (60 Jahre) und Franz Schmid (70 Jahre) Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Obertsrot. Das Durchhaltevermögen zum Wohle der Allgemeinheit würdigten Ortsvorsteher Schmeiser und Schneid-Horn als eine Besonderheit.

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