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Keine Probleme, "nur" Herausforderungen
Keine Probleme, 'nur' Herausforderungen
08.01.2020 - 00:00 Uhr
Weisenbach - Seit dem 1. Oktober ist Daniel Retsch neuer Bürgermeister in Weisenbach. BT-Redakteur Markus Mack befragte ihn zu seinen ersten 100 Tagen im Amt.

BT: Herr Retsch, fühlen Sie sich bereits als Weisenbacher?

Daniel Retsch: Ich werde auf jeden Fall von den Bürgerinnen und Bürgern so aufgenommen und bei den verschiedensten Anlässen auch so empfangen. Sie geben mir alle das Gefühl, dass ich schon dazugehöre. Daher fühle ich mich auch schon nach kurzer Zeit bereits als Weisenbacher - und das überträgt sich auch auf meine Familie. So schnell kann es gehen.

BT: Was waren die ersten Schwerpunkte Ihrer Arbeit?

Retsch: In den ersten Tagen und Wochen habe ich mich in die vielfältigen Themen und Projekte eingearbeitet und mir einen Überblick über die Aufgabenfülle verschaffen können. Einige Themen hiervon wurden bereits angegangen. Auch habe ich mich persönlich bei den verschiedenen kommunalen Einrichtungen wie Kindergarten, Schule samt Schulkindbetreuung und Bauhof sowie bei einigen Unternehmen vorstellen können.

Mit Forbachs Bürgermeisterin Katrin Buhrke sowie den Bürgermeistern der Murgtalgemeinden habe ich mich über die bestehende interkommunale Zusammenarbeit ausgetauscht. Hier sehe ich eine gute Basis für regelmäßigen Austausch und mögliche gemeinsame Projekte. Mal schauen, was alles kommt.

BT: Mit welchen Problemen hatten Sie zu kämpfen?

Retsch: Wir haben keine Probleme, sondern "nur" Herausforderungen in Weisenbach, so ist unsere Haltung hier im Rathaus. In einer fünfmonatigen Vakanzzeit sind natürlich einige Themen aufgelaufen. Diese werden schnellstmöglich verwaltungsintern aufbereitet und im Anschluss dem Gemeinderat zur Entscheidung vorgelegt. Von Problemen kann man hier absolut nicht sprechen.

Interview

BT: Welche großen Themen stehen an?

Retsch: Zu Beginn des neuen Jahres stehen die Haushaltsberatungen im Gemeinderat für das Jahr 2020 sowie die Finanzplanung für die nächsten Jahre an. Auf Grundlage der vielen Ideen des Gemeindeentwicklungskonzeptes stehen die ersten Projekte an, wie die Entwicklung des Hirsch-Areals unter Einbindung möglichst aller Beteiligten. "Mobilität" ist ein sehr wichtiges Thema für die Zukunft Weisenbachs, die Optimierung der verschiedenen Verkehrssituationen in Weisenbach, Au und Neudorf oder die Aufwertung der Spielplätze.

BT: Wie wollen Sie die Themen denn angehen?

Retsch: Wie ich schon angekündigt hatte, ist mir Weisenbach als "Mitmach-Gemeinde" sehr wichtig. Wie schon innerhalb der Verwaltung angedacht, möchte ich dieses Projekt auch bei der anstehenden Gemeinderatsklausur besprechen.

Die Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger in Weisenbach in geeigneten Formaten ist uns, der Verwaltung und auch dem Gemeinderat, das kann ich jetzt schon sagen, ein großes Anliegen. Wie in allen Handlungsfeldern wollen wir das gut vorbereiten.

BT: Wie geht es mit der Johann-Belzer-Schule weiter?

Retsch: Die Nutzung der Johann-Belzer-Werkrealschule ist eines der zentralen Themen der nächsten Zeit. Hier muss die Gemeindeverwaltung zusammen mit dem Gemeinderat eine Gesamtlösung ausarbeiten. In dem Zusammenhang muss auch über die Grundschule mit beraten werden.

BT: Sie pendeln derzeit von Sasbach ins Murgtal. Wann ist denn die "Umsiedlung" geplant?

Retsch: Meine oberste Priorität ist mein Amt als Bürgermeister. Parallel hierzu schaue ich mich aber bereits nach Wohnmöglichkeiten um. Sobald wir etwas Passendes mit ähnlich guten Voraussetzungen wie jetzt gefunden haben, werden wir als Familie den nächsten Schritt auch gehen. Ich freue mich sehr über die große Unterstützung meiner Frau, meiner Familie und meines persönlichen Umfelds. Mal schauen, was sich in der nächsten Zeit tut. Wir sind mal gespannt.

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