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3 500 Fotos und 408 Minuten Filmmaterial
3 500 Fotos und 408 Minuten Filmmaterial
09.01.2020 - 00:00 Uhr
Von Sabine Zoller

Gaggenau - Dass gesellschaftliches Engagement nicht nur sinnvoll ist, sondern darüber hinaus auch richtig Spaß machen kann, beweisen Klaus Maier und Wolfgang Reiter. Mit Videokamera und Fotoapparat haben sie im vergangenen Jahr die Jubiläumsfeierlichkeiten zu 800 Jahre Freiolsheim nicht nur begleitet, sondern darüber hinaus auch akribisch dokumentiert.





"Das vergangene Jahr hat uns zu einem tollen Team zusammengeschweißt", weiß Wolfgang Reiter zu berichten, und strahlend ergänzt Klaus Maier: "Und das hat richtig Spaß gemacht." Bei den insgesamt 34 Veranstaltungen im Jubiläumsjahr haben die beiden Freiolsheimer sprichwörtlich "ganze Arbeit" geleistet. Vom Neujahrsempfang bis zum Silvesterlauf waren sie stets zur Stelle, um die Ereignisse in ihrer Heimat mit Leidenschaft in Bild und Ton festzuhalten. Bei so vielen Einsatzgebieten überrascht es nicht, dass die beiden unzählige spannende Geschichten erzählen können.

"Es ist unglaublich, wie viel in einem Jahr geboten wurde", erklärt Maier, der über 3 500 Momentaufnahmen mit seiner Lumix G 71 eingefangen hat. Als "Bildermacher" ist er im Senioren-Wanderclub bekannt und wurde daher vom Arbeitskreis des Jubiläumsjahres direkt angesprochen. Maier, der seit 1976 in Freiolsheim wohnt, erklärte sich spontan bereit, die Aktivitäten zu dokumentieren, und berichtet schmunzelnd: "Und dann ist Wolfgang dazu gestoßen, der das gesamte Bildmaterial digital weiterverarbeitet hat." Reiter ist gebürtiger Freiolsheimer und wurde bereits als Kind mit dem "Film-Virus" infiziert. "Mein Vater war viel mit der Kamera unterwegs. Er hat zuerst mit Dia, dann mit Super-8-Filmen und später sogar mit Videokameras unsere Heimat in Bildern festgehalten. Dafür wurde das Filmmaterial mühevoll geschnitten, geklebt und vertont", berichtet Wolfgang Reiter, der 2019 erstmals mit einer Digitalkamera unterwegs war und damit in die Fußstapfen seines Vaters getreten ist.

Für das Freiolsheimer Festjahr war er zusammengerechnet rund 14 Tage im Ehrenamt beschäftigt. Daraus entstanden sind 408 Minuten fertig produziertes Filmmaterial. "Da steckt gewaltiger Input drin", so das Credo des Hobby-Filmemachers. Sowohl Kuchenwettbewerb, Eröffnung des Freiolsheimer Rundwanderwegs, oder das "Weiße Fest" als Höhepunkt der Feierlichkeiten mit großer Bühne stellten die beiden Akteure jeweils vor neue Aufgaben und Herausforderungen, um Menschen in ihrer Heimat zu dokumentieren. Angespornt durch die vielseitigen Veranstaltungen sollte nach Aussage von Wolfgang Reiter jeder Film nicht nur "ein Stück Heimat" zeigen, sondern zudem eine "einheitliche Handschrift tragen". Wichtig war ihm, das "Dorf, die Leidenschaft und das Herzblut, das da drinnen steckt zu präsentieren".

Viele Menschen vor

die Kamera geholt

Für die Umsetzung wurde eigens ein Konzept entwickelt, bei dem Interviews, Hintergründe und Zusatzinformationen ebenso berücksichtigt wurden wie Filmausschnitte vom Vater oder Ansichten des Dorfes durch Luftaufnahmen. "Ich habe viele Menschen vor die Kamera geholt und kann damit auch Einblicke hinter die Kulissen geben", so Reiter, der aus der Fülle an Informationen einen abendfüllenden Kinofilm erstellen könnte.

In unzähligen Nachtschichten ist für jede Veranstaltung ein Film entstanden. Dabei hat er selten auf die Stunden geachtet, denn schlussendlich musste das Projekt für ihn selbst perfekt sein. Doch wie soll nun die Fülle an Material präsentiert werden? Darüber haben sich die beiden viele Gedanken gemacht. Schlussendlich sind sie zu dem Ergebnis gekommen, die Veranstaltungen quartalsweise zusammen zu fassen und in vier Filmen zu präsentieren. Wann und wo wird noch nicht verraten. Das ist noch ein Geheimnis und bleibt abzuwarten.

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