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Von Abschieden und Neuanfängen
Von Abschieden und Neuanfängen
14.01.2020 - 00:00 Uhr
Gernsbach (ueb ) - Zum sechsten Mal waren die Staufenberger am Sonntag zu ihrem Neujahrsempfang in die Staufenberghalle eingeladen. Begrüßt und thematisch auf Gewesenes und Gewolltes vorbereitet wurden sie von Friedhelm Bender, dem Vorsitzenden des Musikvereins Harmonie.

Bürgermeister Julian Christ fiel es während seiner Neujahrsansprache nicht schwer, auf Befindlichkeiten der Bewohner des "Erdbeerdorfs" einzugehen. Zum einen, weil er selbst Bürger dieses Stadtteils ist, zum anderen, weil er als Bürgermeister einen Überblick über Gernsbacher Probleme hat. Seine Ausführungen begann er mit einer kurzen Erwähnung des Jubiläumsjahrs 2019. "Lob und Dank an alle Beteiligten und besonders die Vereine, die zum großen Erfolg beitrugen", so Christ. Als entwicklungsnotwendig indes sei der Ausbau von Betreuungsplätzen. Zwar sei es für Gernsbach erfreulich, dass wieder mehr Kinder geboren würden. Doch die Anforderungen an die Stadt, Voraussetzungen für gute nachfolgende Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen, stellten sie vor Probleme.

Auch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und auch ihn als Staufenberger betreffend sei das leidige Qualitätsproblem des seit Jahren durch PFC belasteten Trinkwassers. Die Ersatzwasserversorgung des Versorgungsbereichs Gernsbach und der kurzfristige Einbau von Aktivkohleanlagen seien geplant, weitere Projekte zur verbesserten qualitativen Versorgungssituation auf den Weg gebracht und bis Ende 2020 umgesetzt, versprach Christ. Noch nicht auf dem Wege der Realisierung sei indessen der Dorfladen. Was in Reichental wunderbar zu klappen scheint, konnte in Staufenberg bisher leider nicht umgesetzt werden. Im vergangenen Jahr sei die Finanzierung noch nicht völlig geklärt gewesen. Und auch die Nutzung eines kostengünstigeren Bestandsgebäudes statt eines großzügigen Neubaus rücke immer wieder in den Vordergrund. "Die Stadt ist gesprächsbereit" sicherte Christ zu, bat jedoch um Geduld und Zuversicht.

Dem konnte Fred Bender, der Moderator der Veranstaltung, nur zustimmen, als es um das Pfleiderer-Areal ging. Wieder nach Staufenberg zurückgekehrt, äußerte Bender mehr als ein bisschen Bedauern bezüglich des Werkladens, der nach über 25 Jahren schließt. Nicht aus mangelndem Interesse der Jugendlichen, Kinder und Erwachsenen, sondern weil die Vorstände des Vereins längst im Rentenalter und Nachfolger nicht gefunden werden konnten (wir berichteten). Noch etwas geht in Staufenberg zu Ende: Hans-Joachim Scholz, der sich mit seiner Frau Rita die Pfarrerstelle in der Paulusgemeinde teilt, geht im Oktober in den Ruhestand. Die Stelle wird gestrichen, die Zukunft der kirchlichen Gebäude sei noch nicht gänzlich geklärt. Scholz forderte die Bürger dazu auf, die Umgestaltung des Kriegerdenkmals auf dem Rumpelstein aktiv mitzugestalten und es - mehr als 80 Jahre nach Errichtung - endlich zu einem Mahnmal und Lernort zu machen.

Dem Thema Mitmachen galt Fred Benders lobendes "Hut ab". Damit bestätigte er allen ansässigen Vereinen, viel für das Erdbeerdorf und alle Staufenberger zu tun. Ob der Sport- und Naturfreundeverein, die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, die Mitglieder des Handwerkervereins, des Obst- und Gartenbauvereins oder des Treffpunkts Staufenberg.

Für die musikalische Gestaltung des Neujahrsempfangs sorgte der Musikverein Harmonie Staufenberg (Dirigent Robert Maier), der Pauluschor der Paulusgemeinde (Leitung Rosalie Peuker) und das Mandolinen- und Gitarrenorchester der Naturfreunde Staufenberg (Leitung Bernd Hammer). Arline Faller bereicherte den Chor und begeisterte mit ihren verschiedenartigen Gesangssoli. Nach dem offiziellen Teil kamen die Gäste noch zu einem geselligen Sektempfang zusammen.

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