Bahn frei für den Rollator

Rund 33 Meter lang ist der gepflasterte Weg; er führt in die Räume von DRK und Freiwilliger Feuerwehr. Foto: Senger

Gaggenau (tom) - Barrierefreiheit hat ihren Preis, dies wurde beim Besuch der CDU-Fraktion des Gemeinderats in Ottenau deutlich. Für das von DRK und Freiwilliger Feuerwehr gemeinsam genutzte Gebäude ist eine Rampe fertiggestellt worden. Rund 140000 Euro, so Bürgermeister Michael Pfeiffer, hat der 33 Meter lange gepflasterte Fußweg von der Josef-Vogt-Straße hinab in die Sozialräume gekostet. DRK und Freiwillige Feuerwehr leisteten etwa 1000 unentgeltliche Arbeitsstunden, erläuterten Uwe Matz und Andreas Hahn (DRK) und Andreas Lehmann (Feuerwehr).

Grundlage ist das "Ottenauer Modell" der Projektfinanzierung: 60 Prozent übernimmt die Stadt, 40 Prozent übernehmen die Vereine - in diesem Fall in Form von Eigenleistung. Örtliche Betriebe brachten sich ebenfalls ehrenamtlich ein.

Hintergrund: Die bislang vorhandene Treppe war von vielen Senioren als zu steil empfunden worden. Nun können auch Nutzer von Rollatoren oder Rollstuhlfahrer gefahrlos die Vortrags- und Veranstaltungsräume im Untergeschoss erreichen. Vier Prozent Gefälle sind zu meistern - da muss ein Rollifahrer allerdings schon fit sein, gab Pfeiffer zu bedenken. Aber: "Großes Lob, Musterbeispiel für ehrenamtliches Engagement", lobte er DRK und Feuerwehr.

Nun stehen die Sanitärräume an, ebenfalls im Untergeschoss. Man versuche, das Vorhaben im Haushalt zu verankern, erläuterte Dorothea Maisch für die CDU-Fraktion. Das Gebäude von 1974 sei nun mal in die Jahre gekommen, gerade im Bereich der Damentoiletten müsse dringend etwas geschehen.

Im Kuppelsteinbad wurde anschließend die Parkplatzsituation thematisiert. Durch die Verlegung des Selbachs hat sich diese weiter verschärft. Diese Maßnahme zum Hochwasserschutz sei einerseits dringend notwendig gewesen, andererseits gelte es nach Lösungen zu suchen, erläuterte Maisch. Für Stirnrunzeln sorgen unter anderem Lkw, die auf den städtischen Flächen abgestellt werden. Eventuell könne man hier mit Höhenbegrenzungen bei der Zufahrt etwas erreichen. Die Stellflächen auf der anderen Seite der Landesstraße gehören dem Landkreis; hier wolle die Stadt das Gespräch suchen.

Durch die Tiefbauarbeiten im Freibadgelände ist die Rasenfläche zwischen Sanitärgebäude und neuem Bachverlauf stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Bürgermeister Pfeiffer sagte zu, dass die Stadtverwaltung diese im Herbst sanieren lassen werde.

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