Erfolgte Maßnahmen reduzieren Verkehrslärm

Geschwindigkeitsbegrenzungen und Hinweisschilder tragen zur Reduzierung des Verkehrslärms an der L 613 bei Michelbach bei.  Foto: Interessengemeinschaft

Gaggenau (red) - Eine erfolgreiche Zwischenbilanz ihrer bisherigen Arbeit zieht die Interessengemeinschaft gegen Lärm L613 Michelbach. Mehr als 250 Unterstützter gegen Verkehrslärm könne man bereits vorweisen, berichtet deren Sprecher Konstantin Rost.

Mit Unterschriften und Unterstützung aus Verwaltung und Politik konnten seit 2017 bereits einige Ziele umgesetzt werden. Weitere Verbesserungen an der L613, aber auch für lärmgeplagte Anwohner an anderen Straßen im Dorf und in der Stadt sowie darüber hinaus hat die Interessengemeinschaft (IG) im Blick. Eine zweite öffentliche Infoveranstaltung der Interessengemeinschaft Lärm findet am 8.November um 19.30 Uhr im XXL-Restaurant "Murgtalblick" in Michelbach statt.

Eine Podiumsdiskussion der Stadt Gaggenau in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Umwelt und Natur Gaggenau zum Thema Verkehrslärm ist für Donnerstag, 18. Oktober, 19 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses Gaggenau terminiert.

Mit der Unterstützung durch über 250 Unterschriften und der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Gaggenau, insbesondere mit Bürgermeister Michael Pfeiffer und seinem Team, konnten an der Landesstraße 613 in Michelbach seit Beginn der Aktivitäten der Interessengemeinschaft Lärm einige Ziele erreicht, und damit Verbesserungen erzielt werden. Dazu zählt laut Interessengemeinschaft die Verlängerung des Korridors mit der Begrenzung auf 50 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit am Ortsausgang von Michelbach in Richtung Moosbronn. Somit sei die Beschleunigung und damit die Lärmquelle weiter entfernt vom Ort.

Auch die Versetzung des Ortsschilds in Richtung Gaggenau habe die gleiche Wirkung, Beschleunigung und damit Lärmquellen seien mittlerweile weiter entfernt. Auch werde dadurch die Geschwindigkeit am Ortseingang von Michelbach (Gaggenauer Straße) reduziert.

Das Lärmdisplay am Ortsausgang von Michelbach führe ebenfalls zu einer späteren Beschleunigung und verlagere damit die Lärmquellen weiter weg vom Ort.

Die Stadt Gaggenau hat das Lärmdisplay nach Abschluss der Testphase des Landes Baden-Württembergs als erste Kommune in Eigenregie angeschafft, schreibt die IG. Durch Hinweisschilder "Drehzahl runter" an beiden Ortsausgängen werden ebenfalls die Lärmquellen verlagert.

Die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer zwischen Moosbronn und Michelbach habe das vorläufige Ergebnis, dass sich die Anzahl der Motorradunfälle im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert haben. Die Beschränkung auf 70 Stundenkilometer am Wanderparkplatz Mayersbild ermögliche den Wanderern dort einen sichereren Übergang über die Landesstraße.

Mit Hilfe von Politik und Polizei konnten unter anderem folgende Themen angegangen und teilweise schon umgesetzt werden:

Verstärkte Geschwindigkeits- und Lärmkontrollen an der L613.

Aufbau der Ressourcen für die Verfolgung von Geschwindigkeitsverstößen durch Motorradfahrer inklusive Fahrtenbuchauflage im Landratsamt Rastatt (in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative in Loffenau).

Vorstoß im Hinblick auf die Einführung einer Halterhaftung insbesondere für Motorradfahrer zur besseren Verfolgbarkeit von Geschwindigkeitsübertretungen und Manipulationen am Fahrzeug (entsprechend anderer EU-Staaten).

Rüttelstreifen.

zurück