Heiße Rhythmen neben dem Grill

Die Bigband 'All about Jazz' und Sammi Carr überreichen beim Sommerabend-Event 1 200 Euro für die weiteren Anbauvorhaben des Unimog-Museums. Foto: Hegmann

Gaggenau (hap) - Nachdem der Sommerabend-Event "Jazz and Dine" im Unimog-Museum bereits 2017 bei seiner Premiere ein voller Erfolg war, wurde er am Freitagabend wiederholt. Auf der Terrasse des Museums bewirtete der Pächter der Gaststätte im Museum, Thomas Kaldma, die zahlreichen Gäste mit einem umfangreichen Tex-Mex-Barbecue (kurz BBQ) aus dem Smoker, während die Bigband mit überwiegend afro-kubanischen und lateinamerikanischen Klängen für den passenden Hörgenuss sorgte.

Ursprünglich hatte der Sprecher der Bigband "All About Jazz", Markus Frietsch aus Ottenau, nur die Idee, die Sammelaktion für die Erweiterung des Museums zu unterstützen. Allerdings nicht mit Bargeld, sondern mit einem Benefizauftritt mit seinen Musikern und der Spende der Gage. Damit sollte ein weiterer Betrag für den Erweiterungsbau des Museums mit neuer Eingangshalle, Tourist-Info und Museums-Shop sowie einer zweiten Ausstellungshalle mit Verwaltungsräumen im Obergeschoss in die Spendenkasse fließen.

Da bereits im letzten Jahr noch während des Abends aus den Gästereihen mehrfach der Wunsch nach einer Wiederholung aufkam, waren sich alle Beteiligten schnell einig, derlei in Angriff zu nehmen. Kaldma hatte den Smoker mit verschiedenen Fleischsorten bestückt und zauberte ein BBQ mit typisch texanisch-mexikanischem Flair. Während die Musiker der Bigband überwiegend ihre Stücke mit heißen Rhythmen ablieferten, konnten sich die Gäste nach der musikalischen Eröffnung mit "Summertime" aus der Oper "Porgy and Bess" von George Gershwin an das Buffet begeben. Dort warteten chilenische "Drumsticks mit Honig-Chili" oder "Turkeywings im Alcantara-Style" darauf, probiert zu werden.

US-Sound von Sammi Carr

Im musikalischen Bereich präsentierten die Musiker aus der Region von Karlsruhe bis ins Murgtal auch einige Bigband-Standards wie "In The Mood" von Glenn Miller. Die Karlsruher Sängerin Sammi Carr ergänzte den Sound mit ihrer sehr gelungenen Interpretation von "Fly Me To The Moon", das besonders durch Frank Sinatra bekannt und populär wurde. Das American Girl aus dem kalifornischen San Diego verstand es mit ihrer musikalisch sehr ausgeprägten Bandbreite und einer offensichtlich gut geschulten Stimme, die Besucher auf der Terrasse bei bester Laune zu halten. Nach der Pause überreichte sie einen Spendenscheck in Höhe von 1200 Euro, den Nicole Becker vom Unimog-Museum mit Freude entgegennahm.

Während es mit Entrecote-Ripp-Fingers aus Uruguay oder einer Hochrippe - gegrillt nach paraguayischer Art - kulinarisch weiterging, ließen die Tonkünstler mit "Mas Que Nada" von Sergio Mendez brasilianische Samba-Rhythmen folgen. Markus Frietsch eröffnete mit einem lyrisch gespielten Tenorsaxophon-Solo den bekannten Jazz-Fusion-Klassiker "Spain" von Chick Corea. Mit schnell zu spielenden Latin-Rhythmen, die einen hohen Schwierigkeitsgrad aufwiesen, durften ihn danach die Bläsersätze abwechselnd ablösen.

Wer noch mehr heiße Sachen vertrug, holte sich noch eine brasilianische Chorrascorio Feuerrindswurst und lauschte dem Soundtrack "Children Of Sanchez" von Chuck Mangione, dem afro-kubanischen "Manteca" von Dizzy Gillespie oder erfrischte sich mit "Agua De Beber", einem Bossa nova von Antonio Carlos Jobim. Mit der Zugabe "Too Close For Comfort" gab es dann, wie die Sängerin meinte, "noch etwas zum Aufwärmen für die Heimfahrt".

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