Immer schneller, vielseitiger und effektiver

Immer schneller, vielseitiger und effektiver

Gaggenau (fmb) - Die Feuerwehr Gaggenau war in den 1950er Jahren gegliedert in zwei Löschzüge. Löschzug I befand sich in der Kernstadt und Löschzug II bestand aus der heutigen Abteilung Ottenau.

1962 musste das Gerätehaus dem jetzigen Standort des Hallenbads weichen und man zog in das alte Eisenwerkgebäude in der Hirschstraße. Der größte Wunsch der Feuerwehr war 1965 ein Telefonanschluss im Feuerwehrhaus. Danach kam der Fortschritt immer besser ins Laufen. 1968 beschafften die Verantwortlichen die erste Drehleiter und 1969 konnte der Funk-Alarm eingeführt werden, so dass "ohne das Sirenengeheul" die Floriansjünger verständigt wurden. Im Zuge der Umorganisation und der Eingemeindungen wurden die Löschzüge Ottenau und Kernstadt 1972 zu Abteilungen. Zudem war dieses Jahr von geschichtlichen Ereignissen geprägt. Man beschloss die bis heute währende Partnerschaft zur Feuerwehr Annemasse. Im Februar half man der Feuerwehr Baden-Baden beim großen Brand des "Kaiserhofs".

Nachdem 1967 Willi Knöller sein Amt an August Hurrle übergab, löste 1973 Günter Spannagel dann Hurrle ab. Im Jahr 1974 übernahm Helmut Gelbarth das Amt des Abteilungskommandanten, da Günter Spannagel zum Gesamtkommandanten gewählt wurde.

Nach fast 25-jähriger Amtszeit folgte Sohn Dieter seinem Vater. Er ist heute leitender Hauptbrandmeister der Stadt Gaggenau. Nach seiner Benennung übernahm Udo Schröder die Kernstadtabteilung. Seit 2007 werden die Geschicke von Ralf Krempel und dessen Stellvertreter Markus Kaus geleitet. Rund 60 Angehörige zählt die Abteilung heute.

Rettungszentrum zum 100-Jahr-Jubiläum fertig

Im Laufe der 1970er Jahre entwickelte sich die Feuerwehr in rasanter Weise. Die Einsatzzahlen wurden ständig größer, ebenso die Aufgaben der Wehr. 1976 wurden die ersten Pläne für das neue Rettungszentrum vorgestellt. Das Feuerwehrhaus in der Hirschstraße musste der Stadtkernsanierung weichen. Heute steht das Parkhotel an der Stelle, wo ehemals die roten Autos der Feuerwehr und die beigen des Deutschen Roten Kreuzes ein- und ausgefahren sind. Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum wurde das Rettungszentrum 1978 fertiggestellt und durch Oberbürgermeister Dr. Helmut Dahringer am 4. August 1978 seiner Bestimmung übergeben.

Nachdem die Feuerwehrangehörigen den notwendigen Raum erhalten hatten, hat sich die Abteilung Kernstadt als zentrale Schaltstelle entwickelt. Wichtig dabei war die immer besser werdende Zusammenarbeit mit den anderen acht Abteilungen der Feuerwehr Gaggenau. In den zurückliegenden 25 Jahren sind der Fahrzeugpark und die erforderlichen Gerätschaften kontinuierlich aufgestockt worden. Das hat zur Folge, dass immer schneller, vielseitiger und effektiver Hilfe für den Bürger geleistet werden kann.

Auch außerhalb von Gaggenau sind die heutigen Wehrangehörigen unterwegs. Der Landkreis stationierte den Gefahrgutzug und den ABC-Zug an der Unimogstraße. Waren 1975 noch 33 Einsätze zu verzeichnen, so gehen zuletzt durchschnittlich 100 bis 130 Alarmierungen jährlich ein. Vielen Menschen konnte aus den verschiedensten Notlagen geholfen werden. Die geretteten Sachwerte wurden nie aufgerechnet, stehen jedoch in keinem Verhältnis zu den tatsächlichen Sachschäden. Durch die Bereitschaft der Frauen und Männer der Gaggenauer Feuerwehr sowie das schnelle und kompetente Eingreifen der Einsatzeinheiten bei Schadenslagen sind Güter und Arbeitsplätze in unzähligem Maße und Summen gerettet und geschützt geblieben.

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