Altengerechtes Wohnen auf dem "Hirsch-Areal"?

Wie geht es weiter auf dem 'Hirsch-Areal'? Für den Weisenbacher Gemeinderat hat eine Projektentwicklung hohe Priorität.  Foto: av / Mack

Weisenbach (mm) - Die Sommerpause für den Weisenbacher Gemeinderat geht zu Ende. Das Gremium trifft sich zu seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 13. September, 19 Uhr, im Rathaus. Kernthema ist die Beratung über die Weiterentwicklung auf dem "Hirsch-Areal".

Bereits seit längerer Zeit soll in Weisenbach eine Anlage für altersgerechtes Wohnen errichtet werden. Bislang konnte das Projekt mangels Investoren nicht realisiert werden. Das dafür ursprünglich vorgesehene Grundstück "Am Zimmerplatz" ist zwischenzeitlich verkauft. Mittlerweile konnte die Gemeinde das ehemalige "Hirsch-Areal" an der Hauptstraße / Eisenbahnstraße mit einer Fläche von knapp 900 Quadratmetern auf dem Hauptgrundstück an der Hauptstraße und einem weiteren Grundstück von rund 460 Quadratmetern an der Eisenbahnstraße erwerben. Bei ihrer Klausurtagung im März haben sich die Gemeinderatsmitglieder vorgenommen, die städtebauliche Entwicklung des "Hirsch-Areals" mit der höchsten Priorität anzugehen, ist den Sitzungsunterlagen zu entnehmen.

Für diese Projektentwicklung hat die Verwaltung ein Angebot bei der Stadtentwicklungsgesellschaft STEG eingeholt. Dieses Angebot sieht vor, dass für die beiden Grundstücke eine Projektentwicklung in drei Leistungsstufen durchgeführt wird. Die Kosten sind insgesamt mit 25000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer veranschlagt. Da das "Hirsch-Areal" innerhalb des Sanierungsgebiets liegt, werden die Leistungsstufen 1 und 2 voraussichtlich mit 60 Prozent der Kosten vom Land gefördert.

Im Haushaltsplan 2018 stehen für die Projektentwicklung "Hirsch-Areal" keine Mittel zur Verfügung. Im Jahr 2018 werden voraussichtlich noch die Leistungsstufe 1 und Leistungsstufe 2 ausgeführt und abgerechnet werden. Dafür wären außerplanmäßige Aufwendungen im Jahr 2018 von rund 23800 Euro erforderlich. Der anteilige Zuschuss aus dem Landessanierungsprogramm beträgt voraussichtlich rund 14000 Euro. Die zusätzlich notwendigen Eigenmittel betragen etwa 9500 Euro und sind durch Mehreinnahmen bei der Beteiligung an der Badenova gedeckt.

Der Gemeinderat soll den Auftrag zur Projektentwicklung des "Hirsch-Areals" vergeben. Sollte sich dabei Bedarf an weiteren Flächen ergeben, so soll darüber hinaus in die Entwicklung für das Anwesen Altes Schulhaus Au eingestiegen werden.

Der Glockenturm von Sankt Wendelin soll saniert werden. Für Demontage und Neubau sowie zur Erneuerung der Treppenanlage liegt ein Baugesuch vor, über das der Rat befinden wird. Ein weiteres Baugesuch betrifft den Neubau eines Einfamilienwohnhauses in der Gartenstraße. Annahme von Spenden, Bürgerfragestunde, Bekanntgaben sowie Anfragen der Gemeinderäte ergänzen die Tagesordnung.

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