Theorie und Praxis: Schleichweg in der Hildastraße

Trotz Absperrpfosten: Autofahrer weichen auf den farblich abgetrennten Gehweg aus, um die Hildastraße als Durchgangsstraße nutzen zu können.  Foto: Jahn

Gaggenau (uj) - Auch in Zukunft wird die Hildastraße keine Durchgangsstraße sein. Ermöglicht werden soll das durch Absperrpoller, mittels derer eine Durchfahrt verhindert wird. So hieß es in der Gemeinderatssitzung im Februar 2017, als die entsprechenden Planungen präsentiert wurden. Doch zwischen Theorie und Praxis gibt es große Unterschiede. Deutlich wurde das am Montag in der Gemeinderatssitzung.

Nach Angaben von Dr. Ellen Markert (CDU) herrsche in der Hildastraße bei den Anwohnern "großes Entsetzen", weil die Straße als Durchgangsstraße genutzt werde. Es gebe zwar ein Schild "Durchfahrt verboten - Anlieger frei" und zwei Absperrpfosten in Höhe der Einfahrt zur Tiefgarage für die Neubauhäuser auf dem Areal der früheren Gärtnerei Hertweck zwischen Hildastraße und Bahnlinie. Aber etliche Autofahrer würden dort einfach über den Gehweg fahren. Sie regte an, die Beschilderung entsprechend zu ändern, zum Beispiel mit dem Hinweis "Anlieger frei bis Tiefgarage". Der Abschnitt habe sich zu einer neuen Durchgangsstraße entwickelt, obwohl dies ja ausgeschlossen werden sollte. Auch Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Hildastraße hatten sich seinerzeit gegen einen solchen Lückenschluss ausgesprochen.

"Es war klar gesagt, dass das keine Durchgangsstraße sein soll", unterstrich Bürgermeister Michael Pfeiffer. Um Abhilfe zu schaffen, sei es denkbar, eine Straßenseite baulich zu sperren. Auch das Aufstellen von Blumentrögen sei eine Möglichkeit. Der Gehweg in diesem Bereich ist nur optisch durch ein dunkleres Pflaster von der Straße getrennt.

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