Haltestelle für die "Longebränna Leselust"

Offiziell eröffnet: Der öffentliche Bücherschrank an der Bushaltestelle am Langenbrander Rathaus bietet viel Lesestoff. Foto: Vogt

Forbach (kv) - Nicht nur die Sonne lachte bei der Übergabe des neuesten Projekts im Forbacher Ortsteil Langenbrand. Dort steht mitten im Ort an der Bushaltestelle "Rathaus" der Bücherschrank, in und mit dem die Bürgerschaft die "Longebränna Leselust", den Spaß am Buch und am Lesen wieder neu entdecken soll - kostenlos und mit einer breiten Auswahl an Literatur von Bürgern für Bürger.

Mit der Sonne um die Wette strahlten Ortsvorsteher Roland Gerstner und Bürgermeisterin Katrin Buhrke bei der feierlichen Übergabe im Kreis des Ortschaftsrats und vieler interessierter Bürger. "Ein weiteres Zukunftsprojekt", so lobte der Ortsvorsteher die Gruppe, die das Projekt verwirklicht hat, das auch ein Argument für die Auszeichnung des Murgtaldorfs bei dem Landesentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" Ende Oktober mit der Goldmedaille gewesen ist.

Der passende Schrank kam aus Gausbach und wurde von Birgit und Jens Mungenast gespendet. Vom alten Anstrich befreit, mit Glastüren verschönert und wieder benutzerfreundlich gestrichen wurde der Schrank von den Langenbrandern Hans Ospelt, Lukas Morlock und Anton Stößer. Für den sicheren Stand spendierte die Schreinerei Rainer Fritz aus Bermersbach einen passenden Rahmen. Damit man ihn auch findet, wenn man auf der Suche nach dem "Longebränna Lesefutter" ist, sorgte Peter Finkbeiner von der Papierbox Forbach für ein Hinweisschild am Bushäuschen.

Koordiniert hat die verschiedenen Arbeitsgruppen Ortschaftsrat Alexander Möhrle. Roland Gerstner nutzte die Gunst der Stunde, um allen Mitstreitern im Arbeitskreis und für das Leitbild "Gemeinsam auf Bewährtes bauen - die Zukunft gestalten - Mit den Menschen - für die Menschen" zu danken. In seinen Dank schloss er ausdrücklich Bürgermeisterin Buhrke und Hauptamtsleiterin Margit Karcher ein. Dort habe man immer offene Türen vorgefunden. Er freue sich sehr, dass bei diesem Projekt "weit weg von jeglichem Kirchturmdenken überörtlich zusammengearbeitet wurde. Was herausgekommen ist, ist etwas Gutes für die Allgemeinheit."

Während die einen noch mit einem Gläschen Sekt anstießen, stöberten die ersten bereits in den ausgestellten Büchern oder stellten "ausgelesene" hinein, damit andere Leselustige eine breite Auswahl finden: von Kinderbuchklassikern wie "Lukas, der Lokomotivführer" bis hin zu Krimis, Heimatbüchern, Fantasy- und Liebesromanen.

Schulkinder passen auf

Jeder Bürger darf sich nun nach Herzenslust einen Schmöker leihen oder ein Buch für die Allgemeinheit hineinstellen. Emil (neun Jahre) versprach: "Wir Langenbrander Schulkinder passen auf den Bücherschrank auf, wenn wir auf den Schulbus warten, damit niemand was kaputt macht."

Einige Bürger diskutierten bereits darüber, dass man die Bushaltestelle nun umbenennen müsse. Das Rathaus gebe es so schließlich nicht mehr, da die Ortsverwaltung im Oberdorf im Haus der Vereine untergebracht sei. Besser sei es doch, den Bus anstatt am Haltepunkt "Rathaus", dann an der Haltestelle "Leselust" stoppen zu lassen.

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