"Die Fichte sticht, die Tanne nicht"

Die Viertklässler der Naturparkschule Hilpertsau erleben einen spannenden Hochmoor-Ausflug.  Foto: Naturparkschule Hilpertsau

Gernsbach (red) - "Hallo, ich bin Tomte Torfmoos und ich begleite euch heute auf eurer spannenden und geheimnisvollen Wanderung durch das Hochmoor des Kaltenbronn", begrüßte das Maskottchen zusammen mit der Umweltpädagogin Manuela Riedling die Viertklässler der Naturparkschule Hilpertsau in Begleitung ihres Schulleiters Benjamin Böhm und der Projektleiterin Brigitte Seiser.

Sie waren gekommen, um Einblick zu erhalten in den ganz speziellen Lebensraum des Moores mit all seinen besonderen Tieren und Pflanzen. Auf dem Weg in Richtung Hohloh bekamen die Schüler die Aufgabe, fünf verschiedene Zapfen zu sammeln, die dann den entsprechenden Baumarten zugeordnet wurden. "Die Fichte sticht, die Tanne nicht." So behält sich doch gleich ein wichtiger Unterschied gut im Gedächtnis. Auch die Latschenkiefer, die normalerweise nur im Alpenraum über 1500 Meter vorkommt, lernten die Kinder kennen. Ihre Nadeln sind für die Auerhühner im Winter eine wichtige Nahrungsquelle und dienen ihnen durch die gebogenen Äste als Schlafbäume.

"Gibt es im Moor auch Monster oder sogar Moorleichen?", fragten einige Viertklässler beim Anblick des unheimlichen schwarzen Wassers und der dunklen Erde beim Hohlohsee. "Man versinkt nicht im Moor", erklärte Riedling, "man erfriert höchstens, denn im Moor ist es kalt. Das Wasser ist außerdem sauerstoffarm, sauer wie eine Zitrone und ohne Nährstoffe. Es leben keine Fische oder Frösche darin. Aber es gibt Libellen, Eidechsen und auch die Kreuzotter, die hier schwarz ist und deshalb Höllenotter genannt wird." Die Expertin hatte sogar Libellenlarven und eine Haut dieser Schlange dabei und ließ sie die erstaunten Kinder anschauen und fühlen.

"Der Baumeister des Moores ist das Torfmoos", berichtete Riedling weiter, "es kann wie ein Schwamm Wasser speichern." Und tatsächlich tropfte Wasser heraus, als sie ein Büschel zusammendrückte. Beeindruckt von der einzigartigen Landschaft und der besonderen Tier- und Pflanzenwelt marschierte die Klasse zurück zum Infozentrum. Dort verabschiedeten sich die Viertklässler schweren Herzens von Tomte Torfmoos und Manuela Riedling, die sie die geheimnisvolle Moorlandschaft ganz spannend erleben ließen.

Schulleiter Böhm freute sich über das große Interesse seiner Klasse und erteilte die Hausaufgabe, alles gut zu behalten, damit in den nächsten Sachunterrichtsstunden das Gelernte vertieft und aufgeschrieben werden kann.

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