Murgtäler Tanne für Berliner Polizei

Murgtäler Tanne für Berliner Polizei

Weisenbach / Berlin (red) - Rund 48 Stunden nach der Fällung im Garten der Eheleute Daniela und Albrecht Debelt in Au und der Verladung auf einen Tieflader des Technischen Hilfswerks (THW) Baden-Württemberg ist die Tanne aus dem Murgtal vor dem Berliner Polizeipräsidium aufgestellt und geschmückt worden. Die THW-Mitarbeiter aus Baden-Württemberg und Berlin-Neukölln haben dies übernommen.





Zur offiziellen Übergabe fanden sich neben den Helfern des THW auch Bürgermeister Toni Huber und der Bundestagsabgeordnete Kai Whittaker (CDU) ein, um den Baum der Berliner Polizei, vertreten durch den Vize-Präsidenten Marco Langner, zu übergeben. Ein schöner Brauch, für den sich der Vize-Präsident bei allen Initiatoren und den Helfern bedankte.

Willkommen sind die Weihnachtsbäume aus Baden-Württemberg, wofür man sich vonseiten der Polizei mit einem gemeinsamen Mittagessen bei allen Helfern des THW und den Verantwortlichen der Politik bedankte, heißt es in einem Bericht der Gemeindeverwaltung Weisenbach. Zudem werde das THW als Rücktransport eine kleine Tanne mit ins Murgtal bringen. Diese soll, so der Wunsch der Berliner Polizei und des dortigen THW, in Weisenbach gepflanzt und vielleicht in zwei bis drei Jahrzehnten für einen besonderen Anlass verwendet werden.

Auf Kritik stieß der Weihnachtsbaumtransport auf Facebook. Dort posteten Nutzer ihr Unverständnis darüber, dass die Bäume auf zwei Tiefladern in die Hauptstadt transportiert wurden, und das vor dem Hintergrund der Diskussion über Luftreinhaltung und Fahrverbote für Dieselfahrzeuge.

Großübung des



Technischen Hilfswerks

Weisenbachs Bürgermeister Toni Huber reagierte ebenfalls via Facebook. Man habe im Vorfeld darüber informiert, dass der Transport eine Großübung für das Technische Hilfswerk sei. Über 20 Mitglieder aus mehreren THW-Ortsverbänden nehmen eine Woche Urlaub, um diese Übung abzuhalten, erklärte Huber. Die ehrenamtlichen Helfer sollten nicht durch eine Diskussion über Sinn und Unsinn diskreditiert werden. Man solle vielmehr überlegen, ob es sinnvoll sei, Kleidung in Fernost zu produzieren oder tausende von Kilometer in den Urlaub zu fliegen. Oder ob es Sinn mache, exotische Früchte zu essen, während die heimischen Äpfel und Birnen für die Wildschweine liegenbleiben, gibt Huber zu bedenken. Wenn man darüber nachdenke, mache vieles davon keinen Sinn, aber es passiere. Der Transport zweier Bäume sei deshalb sicher das kleinere Problem.

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