Das nächste Filet in der Auslage

Das nächste Filet in der Auslage

Von Thomas Senger

Gaggenau - Die Innenstadt östlich der Bahnlinie ist im Fokus von Investoren und Stadtverwaltung: Für das Gebiet zwischen Hildastraße und Luisenstraße wird nun ein Bebauungsplan erarbeitet. So hat das Büro Wilhelm Architektur aus Achern Grundstücksfläche von gut 3 000 Quadratmetern gekauft. Dort soll mehrstöckige Wohnbebauung entstehen. Die Stadtverwaltung hält sich allerdings bedeckt.

"Uns liegen Nachfragen von Eigentümern zu einer baulichen Entwicklung für diesen Bereich vor. Noch befinden wir uns aber in einem Vorstadium. Es gibt noch keine konkreten Pläne von Investoren", heißt es wortkarg aus dem Gaggenauer Rathaus.

Das Gebiet liegt zwischen den Nord-Süd-Achsen Hilda- und Luisenstraße sowie zwischen Leopoldstraße und Friedrich-Ebert-Straße (siehe Grafik) - ein Filetstück.

"Die Lage ist so gut und so zentral", freut sich Christian Wilhelm vom Architekturbüro Wilhelm. Er bestätigt im BT-Gespräch, dass er im nördlichen Bereich 3 175 Quadratmeter von einer alteingesessenen Gaggenauer Familie erworben hat. Einen Termin für Baubeginn oder Fertigstellung des Wohnbauprojekts könne er noch nicht nennen. Das Ziel sei aber klar umrissen: "Klassische Wohnbebauung". In dieser Lage werde sie auf jeden Fall mehrgeschossig sein.

Eine neue Bebauung in diesem Bereich hat zunächst unmittelbare Auswirkungen auf die derzeitigen Nutzungen. So scheint absehbar, dass bestehender Einzelhandel auf der östlichen Seite der Hildastraße ebenso weichen muss wie die dortige Lagernutzung durch Gaggenauer Unternehmen. Früher war hier unter anderem die Spedition Kraft angesiedelt.

Darüber hinaus beeinflusst eine neue Überplanung auch die Schwimmbadkonzeption der Stadt: Denn die Hildastraße galt als einer der Favoriten für den Bau eines neuen Hallenbads. Bekanntlich war die Entscheidung vertagt worden, ob das Murgana-Hallenbad aufwendig saniert oder durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt werden soll. Wegen der sehr guten Anbindung an die Stadtbahn hatte die Hildastraße durchaus Befürworter. Doch gab es Bedenken, ob der Flächenzuschnitt ausreichend sei. Nun scheinen also die Chancen einer Sanierung des Hallenbads wieder zu steigen - gleichzeitig rückt ein anderer Ausweichstandort erneut ins Blickfeld: Das Traischbachstadion. Besucher dort würden allerdings kaum als Frequenzbringer für die Innenstadt in Frage kommen.

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