Baden Board produziert Karton aus Gras

Baden Board produziert Karton aus Gras

Gernsbach (red) - Neben den bekannten Recyclingkartonsorten für Verpackungen erweitert Baden Board das Produktportfolio um die neu entwickelte Sorte "Grass Print". Das hierfür verarbeitete Gras wird in der näheren Umgebung der Kartonfabrik aus einem mehrmals jährlich nachwachsenden Rohstoff gewonnen, informiert das Unternehmen. Gras sei ein "alternativer Frischfaserstoff, dessen Herstellung eine einzigartige Ökobilanz zugrunde liegt".

Im Vergleich zur Herstellung von einer Tonne Holzstoff werden mehrere tausend Liter wertvolles Wasser und bis zu 80 Prozent des energetischen Aufwands eingespart, betont Uwe D'Agnone.

Er ist Geschäftsführer von CreaPaper. Die Firma hat es sich zum Ziel gesetzt, Gras als Ersatzrohstoff für die Papierindustrie einzusetzen. Laut D'Agnone werden im Vergleich mit Holzstoff 75 Prozent der gesamten CO -Emissionen eingespart. Darüber hinaus werde bei der Herstellung des Grasrohstoffs komplett auf den Einsatz von Prozesschemikalien verzichtet.

Spart Wasser, Energie und Chemie

"Karton aus Gras rettet Bäume, spart Wasser, Energie und Chemie. Mit ,Grass Print' haben wir einen Verpackungskarton entwickelt, der die größten ökologischen Vorteile und größtmögliche Differenzierung im Verkaufsregal in sich vereint. Verpackungen aus ,Grass Print' sehen nicht nur einzigartig gut aus - sich bewusst für den Kauf dieser Produkte zu entscheiden, fühlt sich auch großartig an", findet Jürgen Schulz als CEO Geschäftsführer der Baden Board GmbH.

"Grass Print" besteht zu 40 Prozent aus Gras-Anteilen und wird zum Marktstart in 400 g/m ² mit weißer Rückseite angeboten. Je nach Bedarf und Kundenwunsch können auch graue und braune Rückseiten und in einem Flächengewichtsspektrum zwischen 350 g/m ² bis 500 g/m ² produziert werden.

"In Gesprächen mit Kunden wurden bereits ergänzende Entwicklungsanforderungen diskutiert. Eine Sorte mit integrierter Barriere-Charakteristik haben wir ebenfalls schon produziert. Inwieweit wir einen Exklusiv-Vertrag mit dem Kunden anstreben oder das Produkt dem Markt öffnen, zeichnet sich in den nächsten Wochen ab", so Schulz weiter.

Mit der Entwicklung von "Grass Print" habe sich die Baden Board den Wünschen und Bedürfnissen der Kunden konsequent angenähert.

Weitere Kartonsorten stehen auf der Agenda des Gernsbacher Unternehmens. Diese sollen den Markenartiklern helfen, ihre eigenen Produkte am Verkaufsregal von anderen Anbietern eindeutig abzuheben, heißt es in der Mitteilung der Firma aus dem Murgtal abschließend.

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