Zweifel an Investitionen in den Tourismus

Zweifel an Investitionen in den Tourismus

Von Hartmut Metz

Loffenau - Der Loffenauer Haushaltsplan 2019 erreicht mit 8,76 Millionen Euro ein Rekordvolumen. Bürgermeister Markus Burger und die zwölf Gemeinderäte segneten ihn ebenso einstimmig ab wie den Wirtschaftsplan Eigenbetriebe 2019.

Helmut Möhrmann sprach von einem "kleinen Wermutstropfen für mich", denn es ist "meine letzte Stellungnahme zum Gemeindehaushalt". Der Fraktionssprecher der SPD & Aktive Loffenauer Bürger (ALB) kritisierte wie die beiden anderen Parteien im Gremium (siehe Berichte unten) einige Punkte. Dabei sei es ihm jedoch kein "Anliegen, Opposition zu praktizieren", betonte der scheidende Sozialdemokrat und lobte auch die Arbeit von Burger und Kämmerin Daniela Tamba am letzten kameralistisch geführten Loffenauer Haushalt.

"Als langjähriger Gemeinderat" störte er sich besonders am "Textteil des Haushaltsplanes", in dem es heißt, "bei der notwendigen Infrastrukturerhaltung hat sich einiges angesammelt". Das wies Möhrmann "entschieden zurück. Es gibt in Loffenau keinen Sanierungsstau. Wir haben in den zurückliegenden Jahren unsere Hausaufgaben gemacht", betonte er trotz "heuer gewaltiger Aufgaben", die auch wegen der "übertragenen Haushaltsreste von einer dreiviertel Millionen Euro" anfielen.

Beim größten Posten stellte der Vordenker der SPD & ALB zufrieden fest: "Der Rekordzuschuss an die Kindergärten von über 700 000 Euro im Jahr 2018 wurde um zirka 35 000 Euro reduziert." Bevor an Erweiterungsflächen beim Kindergarten gedacht werde, solle das Potenzial in den bestehen Immobilien ausgeschöpft werden, mahnte Möhrmann. Weiter engagieren soll sich die Gemeinde auf dem Wohnungsmarkt, verwies er auf das "Erfolgsmodell ,Löwen'". Zudem forderte der altgediente Rat, die Ortskernsanierung II (Bereich Festplatz), die mittelfristig für 600 000 Euro geplant sei, endlich umzusetzen.

An zwei Ausgaben störte sich Möhrmann besonders: Er will die restlichen LED-Leuchten erst umrüsten lassen, wenn "verbindliche Zuschüsse zugesagt werden" (siehe auch Bericht unten). Investitionen in das innerörtliche Breitbandnetz seien für Gewerbetreibende und Dienstleister wichtiger. Zweifel an Investitionen von je 25 000 Euro in einen Premiumwanderweg hat der Chef der SPD & ALB. "Das ist uns entschieden zu viel, denn wir müssen unser Wegenetz nicht neu erfinden". Ein "attraktiver Biergarten bringt wesentlich mehr Punkte", befand er und forderte eine "attraktive Lösung für unsere ,Adlerstube'".

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