Das Biken aus der Perspektive des Glaubens

Das Biken aus der Perspektive des Glaubens

Von Stephan Juch

Forbach/Gernsbach - Einen ungewöhnlichen Anblick dürfte es am kommenden Sonntag zur Gottesdienstzeit auf dem Kirchplatz vor St. Johannes geben: Den Bereich vor dem "Murgtal-Dom" zieren dann zahlreiche Motorräder, deren Maschinen nach dem Gottesdienst zur gemeinsamen Ausfahrt angeschmissen werden. Zum ersten Mal findet in dem Forbacher Gotteshaus am 7. April eine Motorrad-Messe statt - eine Gemeinschaftsaktion der Motorrad-Clubs Obertsrot und Gausbach sowie der Katholischen Seelsorgeeinheit Forbach.

Die Idee hatte Jan Schillinger. Der Bermersbacher mit Wurzeln in Obertsrot ist Vorsitzender des MCO. Als seine Schwester in Forbach heiratete, sind Pfarrer Thomas Holler die vielen Bikes vor der Kirche aufgefallen. "Da reifte die Idee", blickt Schillinger im BT-Gespräch zurück. Er nahm Kontakt mit dem befreundeten Club in Gausbach auf. Dessen zweiter Vorsitzender Detlef Schoch fand den Vorschlag auf Anhieb "toll", zumal ihm derlei Gottesdienste aus dem Schwäbischen zwar bekannt seien, es so etwas im Murgtal aber noch nie gegeben habe, wie er betont.

In Pfarrer Holler, der zwar keinen Motorrad-Führerschein hat, bei der Ausfahrt aber im Gespann von Bäcker Hans-Dieter Asal mitfahren wird, fanden die beiden Motorrad-Clubs gleich einen begeisterten Fürsprecher: "Die Lebenswelt der Leute interessiert mich", betont der Geistliche, der im Gottesdienst das Thema Biken aus der Perspektive des Glaubens beleuchten möchte. Diesbezüglich gebe es viele Ansätze: "Freiheit erleben, unterwegs sein - natürlich mit Verantwortung im Straßenverkehr", nennt Holler Beispiele, aber auch die Themen "angreifbar und verletzbar zu sein: Die Freiheit hat eine Kehrseite, das Risiko." Nach dem Gottesdienst, der um 10.15 Uhr beginnt, trifft man sich (auch Nicht-Biker sind willkommen) im Josefshaus, wo eine Gruppe der KjG Forbach einen Imbiss und einen Umtrunk vorbereitet. Speisen und Getränke sind kostenlos, es wird aber um Spenden für den guten Zweck gebeten. Das Geld kommt dem aktuellen Schulprojekt von Professor John Kiggundu aus Uganda zugute, kündigen die Veranstalter an.

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