Sorge um die Schwanenbrut

Sorge um die Schwanenbrut

Gaggenau (red/tom) - Es hat schon einige "Dramen" gegeben um Schwanenkinder an der Murg. Ein weiteres bahnt sich an, doch die Stadtverwaltung will es verhindern. Mit Naturschutzwart Pierre Fingermann aus Rastatt wurde ein Konzept erarbeitet. Denn einen denkbar ungünstigen Brutplatz haben sich zwei Höckerschwäne ausgesucht: nur wenige Meter vom Murgufer entfernt.

Zwischen Glasersteg und Rotherma-Brücke hat das Elternpaar ein Nest gebaut. Um die junge Familie zu schützen, aber auch die Passanten, hat die Stadtverwaltung einen Absperrzaun errichtet. "In der Brutzeit sind Schwäne sehr aggressiv, sie zischen, beißen und schlagen mit den Flügeln", warnt Elke Henschel, Leiterin der Umweltabteilung, sich dem Schwanenpaar zu nähern. Das Männchen bleibt während des Brutgeschehens in unmittelbarer Nähe, um sofort eingreifen zu können, wenn es einen Feind wittert: Menschen, Hunde, Füchse oder andere Eindringlinge. "Der Zaun ist deshalb ein Schutz für beide Seiten", erklärt Henschel. Nach Angaben von Anwohnern wurden die sieben Eier am Montag gelegt. Die Jungvögel schlüpfen in der Regel nach 40 Tagen, Mitte Mai ist der Nac hwuchs zu erwarten. Schon in den vergangenen Jahren war das Liebespaar aktiv. Allerdings hatten sie damals für ihre Nester aus Pflanzenresten bessere Standorte ausgewählt. Dieses Mal sind sie sehr nahe an der Murg, dass bei einem Hochwasser Handlungsbedarf besteht. Die Murg ist bekannt dafür, dass ihr Wasserstand binnen kurzer Zeit rasant ansteigen kann. "Wir sind darauf vorbereitet", berichtet Henschel von Gesprächen mit Pierre Fingermann, dem Naturschutzwart des Landkreises Rastatt. Bei Hochwasser werde es eine Art schwimmende, aber gesicherte Brutstelle geben.

Die Lage am Radweg verleitet zudem zum Anhalten und Beobachten der Tiere. Die Stadt weist darauf hin, dass die Schwäne nicht gefüttert werden sollen: Brot ist schädlich. Schwäne ernähren sich von Wasserpflanzen. Auch an weiteren Stellen entlang der Murg sowie auf den "Murginseln" bei der Flürscheimbrücke können brütende Schwäne beobachtet werden - allerdings an weniger gefährdeten Plätzen.

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