Neues Waldseebad öffnet später als erhofft

Neues Waldseebad öffnet später als erhofft

Von Thomas Senger

Gaggenau - Das neue Waldseebad wird erst im Mai 2021 eröffnet. Dies hat Bürgermeister Michael Pfeiffer gestern Abend bestätigt. Noch Anfang Mai hatte er eine Eröffnung im Jahr 2020 als sehr ehrgeizig, aber als machbar angesehen.

"Der Termin 2020 steht noch, aber er ist extrem sportlich", sagte er im BT-Interview am 2. Mai. Doch dürfe Schnelligkeit nicht das alleinige Thema sein.

Eine Reihe von Faktoren führten nun zu einer neuen Terminplanung, erläuterte Pfeiffer gestern im Bau- und Umweltausschuss. Die derzeitige Situation in der Bauwirtschaft mit großer Auslastung lasse es als unrealistisch erscheinen, das Jahr 2020 als Eröffnungstermin halten zu wollen. Auch habe man lange auf einen Förderbescheid warten müssen für den Hochwasserschutz. Dieser soll nun am 19. Juni übergeben werden.

Oberbürgermeister Christof Florus verteidigte in der anschließenden Gemeinderatssitzung die Verschiebung: "Wir möchten, dass es ein richtiges Bad, ein funktionsfähiges Bad wird."

Als einer der Knackpunkte bei der Planung erweist sich das zweite Sanitärgebäude beim Kinderplanschbecken. Dessen Abstand zum Staatswald Kuppenheim ist weniger als die geforderten 40 Meter.

Bauarbeiten sollen im September beginnen

Deshalb sollen sowohl das Becken als auch das Gebäude verlegt werden. Es ist allerdings auch ein Sicherheitsabstand zum Stadtwald zu beachten - dieser beträgt 30 Meter. Diese Überlegungen sollen in der Projektgruppe "Zukunft Gaggenau 2030" am 6. Juni präsentiert werden, ebenso Planungen für das Kiosk.

Sämtliche Becken brauchen zum Schutz vor Auftrieb eine Flächendrainage und eine Randdrainage, erläuterte Andreas Fritz. Die geringen Toleranzgrenzen für Verschiebungen bei den Übelraufrinnen hatten für Kopfzerbrechen gesorgt: Maximal zwei Millimeter seien erlaubt, dies wäre nur mit aufwendiger und teurer Unterkonstruktion zu realisieren gewesen. Hingegen sind Maßnahmen zur Rinnenanpassung deutlich günstiger und werden favorisiert.

Bis zu fünf Mitarbeiter werden künftig für die Badeaufsicht gebraucht werden, sagte der städtische Bäderbeauftragte Manfred Schnaible. Stadträtin Christina Palma Diaz (CDU) gab zu bedenken: "Wir steuern in eine Personalnot hinein."

Noch im Juli dieses Jahres sollen die Arbeiten für Hochwasserschutz, Abbruch, Erd-, Beton- und Rohrleitungsarbeiten vergeben werden. Anfang September könne dann Baubeginn sein, Abschluss in diesem Bereich Ende April 2020.

Florus versicherte, dass insbesondere die Terminplanung der Arbeiten über einen städtischen Internetauftritt transparent gehalten werde.

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