Für Bewegung, Ruhe und zum Abhängen

Für Bewegung, Ruhe und zum Abhängen

Von Stephan Juch

Gernsbach - Einen wichtigen Schritt für die notwendige Infrastruktur einer Ganzstagsschule hat die Realschule Gernsbach am Donnerstag zurückgelegt. Gleich drei neue Räume wurden eingeweiht: ein Ruhe-, ein Bewegungs- und ein Aufenthaltsraum. Damit bietet die Bildungseinrichtung ihren Schülern Möglichkeiten für Spiel und Sport, zum Relaxen und Ausspannen sowie zum Abhängen, wie Rektor Joachim Schneider zusammenfasste.

"Am Gebäude hat sich in den letzten Jahren einiges getan - und vieles wird sich noch tun", freute sich Schneider bei der kleinen Feierstunde angesichts der laufenden Umbaumaßnahmen. Dabei erinnerte er an den bereits im Schuljahr 2013/2014 gefassten Beschluss, die Realschule zu einer Ganztagsschule weiter zu entwickeln, wofür unter anderem ein Ruhe- und ein Bewegungsraum nötig sind.

Bürgermeister Julian Christ würdigte den guten Ruf der Realschule, der über die Grenzen der Stadt hinaus strahle: "In Gebäude zu investieren heißt auch, in Köpfe zu investieren", betonte das Stadtoberhaupt mit Verweis auf die Millionensumme, die der Schulträger mit Unterstützung ländlicher Fördergelder in die Bildungseinrichtung steckt. Besonders erfreut zeigte sich Christ über das große Engagement aus der Schülerschaft selbst und vom Förderverein: "Eine Schule lebt von aktiven Schülern und Eltern, die sich einbringen - gerade da, wo wir als Stadt, als Schulträger, an Grenzen stoßen." So wurden Reparaturen, Renovierung und Ausgestaltung des Aufenthaltsraums im Eingangsbereich in Eigenleistung gestemmt. Beteiligt waren Mitglieder der Schülermitverwaltung (SMV), eine Graffiti-Projektgruppe, Hausmeister Gerhard Beiner und der Förderverein. Letzterer wurde bei der Möblierung, die rund 2 000 Euro gekostet hat, tatkräftig vom Möbelmarkt Gaggenau unterstützt, wie Vorsitzender Michael Schindler herausstellte. Er lobte das gute Miteinander zwischen Schule und Förderverein und richtete Worte des Danks an die fleißigen Schüler.

"Der Aufenthaltsraum stand auf Platz eins unserer Liste, was wir verwirklichen wollen", blickte Schülersprecherin Alessia Krieg (Klasse 9 a) zurück. Ihr Stellvertreter Johannes Weßbecher (Klasse 10 b) verwies auf zahlreiche Stunden in der SMV-Zeit und unzählige Pausen, die man dafür investiert habe, um Planungen (Möbel, Farbe, Graffiti) und Umsetzung voranzutreiben. "Es ist ein tolles Resultat der Arbeit, die das ganze Jahr über entstanden ist", so Weßbecher, der dafür einhellige Zustimmung erntete.

Der Aufenthaltsraum steht ebenso allen Schülern offen wie der Ruhe- und der Bewegungsraum. Ersterer ist mit einem Regal, Sitzgelegenheiten, Lesesesseln samt Lampen sowie Liegematten samt Kopfkissen und Decken ausgestattet. Letzterer verfügt über eine rollbare Tischtennisplatte, einen Tischkicker und eine Kletterwand samt Fallschutzmatten. Hinzu kommen neue Spielgeräte für den Außenbereich (Ringe, Springseile, Bälle, Tore) zum Ausleihen, die unter Aufsicht im Freien genutzt werden können.

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