Nähe zum Himmel

Nähe zum Himmel

Gaggenau (for) - Schon von Weitem sah man am gestrigen Donnerstag Menschenmassen mit Kräuterbüscheln in den Händen in Richtung Wallfahrtskirche Maria Hilf in Moosbronn pilgern, um dort gemeinsam das Fest der Aufnahme Marias in den Himmel (Mariä Himmelfahrt) zu feiern. Trotz leichten Regens fand der Gottesdienst mit Kräuterweihe im Pfarrhof statt.

Rund 800 Gläubige waren gekommen, jede Sitzbank war belegt, einige Pilger hatten sogar ihre eigenen Campingstühle mitgebracht. Auch im Inneren der Kirche hatten sich manche niedergelassen, um die Andacht im Trockenen über die Lautsprecher zu verfolgen.

Im Mittelpunkt des Festgottesdienstes stand die Anerkennung für die Hilfsbereitschaft der Mutter Gottes sowie ihre Aufnahme in den Himmel: "Wir feiern, dass das, was Maria mit ihrer Aufnahme in den Himmel geschenkt wurde, unsere Zukunft ist", betonte Wallfahrtspfarrer Friedbert Böser. Maria sei der Garant dafür, dass Gott es ernst meine.

"Manche von euch haben sich trotz Regens instinktiv für einen Platz im Freien entschieden", sagte Böser. Das sei gut, denn draußen sei man dem Himmel automatisch ein Stück näher. "Im Regen spüren wir die Verbundenheit zum Himmel besonders stark", fügte er mit einem Schmunzeln hinzu, während nach und nach immer mehr Menschen ihre Schirme aufspannten.

Ein weiteres Zeichen für die Präsenz Gottes seien die vielen Kräuterbüschel, die sich vor dem Altar stapelten. Wer keine eigenen Kräuter dabei hatte, konnte sich gegen eine freiwillige Spende mit einem Strauch der katholischen Frauengemeinschaft ausstatten. "Die Blumen und Kräuter spiegeln die Liebe Gottes wider", betonte Böser. Gott ließe sie wachsen, "um uns von Krankheiten zu heilen und uns die Schönheit des Lebens zu zeigen". Nach dem Gottesdienst inklusive Kräutersegnung versammelten sich die Gläubigen zum Mittagessen in den Gasthäusern "Platzhirsch" und "Mönchshof". Für den kleinen Hunger hatte die Frauengemeinschaft Kaffee und Kuchen im Haus Bruder Klaus vorbereitet. Den Abschluss des Tages zu Ehren der Mutter Gottes bildete die feierliche Marienandacht am Nachmittag.

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