Gottesdienste neu geordnet

Gottesdienste neu geordnet

Von Thomas Senger

Gaggenau - Für die katholische Seelsorgeeinheit Gaggenau gilt ab dem ersten Adventssonntag eine neue Gottesdienstordnung. Dies haben Pfarrer Tobias Merz und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Bierbaums gestern auf BT-Anfrage bestätigt.

Der erste Adventssonntag ist der Beginn eines neuen Kirchenjahres. In der Seelsorgeeinheit hatte er vor einem Jahr eine gravierende Änderung gebracht. Mit der damals neuen Gottesdienstordnung wurde eingeführt, dass in den Pfarrgemeinden jeweils ein Wochenende ohne Eucharistiefeier sein wird. Die Messe für die ganze Seelsorgeeinheit am Sonntag um 10 Uhr findet seitdem also abwechselnd in St. Josef, St. Laurentius, St. Marien und St. Michael statt. Am Samstag gibt es zwei Vorabendmessen in der Seelsorgeeinheit. Davon ist man nun ein Stück weit abgerückt. Hintergrund waren Überlegungen, in St. Marien keine Sonntagsmessen mehr zu halten (wir berichteten).



Der neuerliche Beschluss im Pfarrgemeinderat fiel am Dienstag einstimmig. Zuvor hatten die Gemeindeteams über die von Pfarrer Tobias Merz angeregten Änderungen beraten.

Wichtigste Neuerung: Zum einen wird es jeden Sonntag um 11 Uhr in St. Laurentius (Bad Rotenfels) eine heilige Messe geben. Die ersten beiden Sonntage im Monat gibt es in St. Marien (Gaggenau) eine Messe; am dritten und vierten Sonntag des Monats findet sie in St. Josef (Gaggenau) statt, jeweils um 9.30 Uhr. In St. Michael (Michelbach) wird künftig nur noch zu bestimmten Anlässen sonntags ein Gottesdienst gehalten. Wenn es einen fünften Sonntag im Monat gibt, so wird die "Gaggenauer Messe" ebenfalls in St. Josef ausgerichtet.

Patroziniumsgottesdienste werden in der jeweiligen Gemeinde um 10 Uhr gehalten. Keine Änderung gibt es für die Wallfahrtskirche Moosbronn.

An Samstagabenden werden in Michelbach ab Dezember zwei Gottesdienste im Monat, in St. Marien ebenso zwei Gottesdienste, in St. Josef ein Gottesdienst angeboten.

Mit der neuen Gottesdienstordnung wird es also auch künftig Sonntagsmessen in St. Marien geben. Die neue Regelung greift einen bewährten Modus auf: Der Wechsel zwischen St. Josef und St. Marien reicht zurück in die Zeiten, als Pfarrer Herbert Stadler beide Pfarreien leitete. Sie hatte Bestand bis November letzten Jahres.

Für das Gemeindeteam St. Marien sagte gestern Andreas Merkel: "Es freut mich, dass es im Pfarrgemeinderat möglich war, einen Vorschlag zu erarbeiten, der letztlich einstimmig gebilligt wurde. Für die Pfarrei St. Marien ist hervorzuheben, dass die gebilligte Neuordnung auch das im Vorfeld erarbeitete Votum des Gemeindeteams St. Marien - und damit der in der Pfarrei ehrenamtlich tätigen Christen - berücksichtigt."

Pfarrgemeinderatsvorsitzender Georg Bierbaums betonte: "Uns ist es wichtig, dass wir die kleinen Pfarrgemeinden wie Michelbach und Moosbronn nicht vergessen." Im Pfarrgemeinderat gingen die Mitglieder wertschätzend miteinander um, "darauf lege ich auch persönlich Wert". Pfarrer Tobias Merz würdigte die Entscheidung als "richtungsweisend", sie biete mehr Verlässlichkeit als die bisherige Gottesdienstordnung. Darüber hinaus werde eine Fokussierung in den jeweiligen Kirchen möglich. So könne der 11-Uhr-Gottesdienst in St. Laurentius wegen der relativ späten Anfangszeit für Familien interessant sein.

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