http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
Tödlicher Unfall: Zwei Jahre und sechs Monate Haft
17.05.2019 - 12:19 Uhr


Gaggenau (tom/red) - Der 48-jährige Angeklagte, der im Juli 2018 in Gaggenau eine 54-Jährige und ihren sieben Monate alten Enkel angefahren und tödlich verletzt hatte, ist am Freitag zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Das Rastatter Schöffengericht ging damit beim Strafmaß über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus.

Axel Isak, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Baden-Baden, hatte zwei Jahre und vier Monate Haft für den Angeklagten gefordert.

Er warf ihm fahrlässige Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs sowie eine vorsätzliche Trunkenheitsfahrt und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vor. Drittens wurde dem 48-Jährigen unerlaubter Besitz von Betäubungsmitteln in nicht unerheblicher Menge zur Last gelegt.

Verteidiger Uwe Kirsch räumte im Namen seines Mandanten die Schuld an dem schrecklichen Unfall ein. Er legte sich in seinen Ausführungen allerdings nicht auf ein Strafmaß fest. Der Angeklagte habe sich inzwischen daran gemacht, "aus den Trümmern" sein Leben wiederaufzubauen. Unter der moralischen Schuld werde sein Mandant aber immer zu leiden haben.

Der Angeklagte sagte in seinem Schlusswort, dass ihm das Geschehene leid tue, er es aber nicht rückgängig machen könne.

Unter anderem der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden

Der Angeklagte hatte die Frau und ihren Enkel auf dem Gehweg neben der Gaggenauer Goethestraße erfasst und flüchtete danach, ohne sich um die Opfer zu kümmern. Die Frau starb noch am Unfallort, das Kind kurze Zeit später in einer Klinik. Das Gericht verurteilte ihn unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen, Fahrerflucht und Trunkenheit am Steuer. Zudem wurde auch der Besitz von Drogen in nicht geringem Umfang mitverhandelt. Bei einer Hausdurchsuchung waren diese gefunden worden.

Haftstrafe ohne Bewährung

Die Haftstrafe kann nicht zur Bewährung ausgesetzt werden. Zudem wurde eine dreijährige Führerscheinsperre verhängt. Der Verurteilte hat die Kosten des Verfahrens zu tragen, entschied das Gericht weiter. Er kann innerhalb einer Woche Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen. In der Urteilsbegründung führte das Gericht unter anderem aus, dass der Mann zwar alkoholbedingt enthemmt, aber nicht erheblich vermindert schuldfähig gewesen sei.

Fotos: Frank Vetter

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Gaggenau
Sprung in den Aufsichtsrat

17.05.2019
Vor dem Sprung in den Aufsichtsrat
Gaggenau (tom) - Seit 2014 ist sie Erste Bevollmächtigte der IG Metall Gaggenau, nun soll Claudia Peter (56) in den Aufsichtsrat der künftigen Daimler Truck AG gewählt werden. Mit Claudia Peter sprach BT-Redakteur Thomas Senger (Foto: Andreas Pleines). »-Mehr
Gaggenau
Gaggenauer Unfall: Urteil erwartet

16.05.2019
Gaggenauer Unfall: Urteil erwartet
Gaggenau (red) - Der Prozess gegen einen 48-Jährigen, der im Juli in Gaggenau eine 54-Jährige und deren sieben Monate Enkel angefahren und tödlich verletzt haben soll, wird am Freitag fortgesetzt. Erwartet werden die Plädoyers sowie die Urteilsverkündung (Symbolfoto: dpa). »-Mehr
Gaggenau / Rastatt
Todesfahrt im Alkohol- und Drogenrausch

14.05.2019
Beweisaufnahme beendet
Gaggenau/Rastatt - Vor dem Schöffengericht in Rastatt endete die Beweisaufnahme zu dem tödlichen Unfall vom 13. Juli 2018. Der Tod einer 54-jährigen Frau und ihres sieben Monate alten Enkelkindes sowie die Flucht des Unfallverursachers hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt (Foto: tom). »-Mehr
Gaggenau / Rastatt
Todesraser mit bis zu 77 km/h unterwegs

13.05.2019
Todesraser bis zu 77 km/h schnell
Gaggenau/Rastatt (red) - Im Prozess gegen den mutmaßlichen Verursacher des Unfalls, bei dem vergangenen Juli in Gaggenau eine Großmutter und ihr Enkel starben, haben am Montag ein Sachverständiger und Gutachter ausgesagt. Demnach war das Auto bis zu 77 Kilometer pro Stunde schnell und der Angeklagte stark betrunken (Foto: dpa/av). »-Mehr
Gaggenau
Wetterfeste Menschen lassen sich nicht erschüttern

13.05.2019
Zwischen Sonne und Starkregen
Gaggenau (cv) - Nachdem der Maimarkt-Samstag von Starkregen und ungemütlichem Wetter geprägt war, gab es am Sonntag eine deutliche Besserung. Mit dem Sonnenschein kamen auch die Besucher und sorgten unter dem Strich für ein versöhnliches Wochenende (Foto: Vugrin). »-Mehr
www.los-rastatt.de
Umfrage

Am 16. Oktober ist Welternährungstag. Laut einer aktuellen Prognose leiden allein im südlichen Afrika 41 Millionen Menschen an Hunger. Spenden Sie für Hilfsorganisationen?

Ja, regelmäßig.
Ja, manchmal.
Nein.

https://www.eyesandmore.de
Wetter in Mittelbaden


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz