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Vergiftungsgefahr für Hunde
Vergiftungsgefahr für Hunde
19.04.2019 - 18:00 Uhr
Baden-Baden (red) - Die Fastenzeit neigt sich dem Ende entgegen, an Ostern wird geschlemmt. Da wollen auch Hunde gerne etwas abhaben. Doch nicht alles, was dem Menschen schmeckt, ist auch für die Vierbeiner geeignet - manche Lebensmittel sind sogar für sie gefährlich.

Es ist also höchste Vorsicht geboten, wenn scheinbar unbedenkliche Lebensmittel oder Essensreste im Hundenapf landen. Das Haustier-Internetportal "Mein-Haustier.de" hat in einer Pressemitteilung die giftigsten Nahrungsmittel für Hunde zusammengetragen:

Rohes Schweinefleisch

Bei den Vorbereitungen für einen Osterbraten sollte man besonders vorsichtig sein. Denn verzehrt der Hund versehentlich rohes Schweinefleisch, kann das Aujeszky-Virus übertragen werden - ein Herpes-Virus, das für Menschen ungefährlich ist, bei Hunden aber zu Nerven- und Hirnentzündungen führen kann. Symptome, wie Appetitlosigkeit, Tobsuchtsanfälle, Unruhe, Wesensveränderungen, Schäumen, Ticks oder Krämpfe können auftreten, wenn sich der Vierbeiner mit dem Aujeszky-Virus infiziert hat. Die unheilbare Krankheit kann zum Tod des Tieres führen. Wird das Fleisch bei mindestens 60° Grad gegart, werden die Erreger abgetötet.

Schokolade und Kakao

Schokolade und Kakao zählen ebenfalls zu gefährlichen Lebensmitteln für Hunde. Schokoladen-Ostereier sollten in keinem Fall an die Vierbeiner verfüttert werden. Das in den Produkten enthaltene Theobromin ist giftig für die Fellnasen. Der Anteil des Theobromins steigt mit dem Kakaogehalt. Das bedeutet, dass Zartbitterschokolade mehr von der giftigen Substanz enthält als Vollmilchschokolade. Bereits eine geringe Menge kann bei Hunden zu Herz-Kreislaufversagen und so zum Tod führen. Symptome, die auf eine Vergiftung hinweisen, sind Krämpfe, Herzrhythmusstörungen, Atembeschwerden sowie Bewusstseinsstörungen, Erbrechen oder Durchfall.

Kartoffeln, Auberginen und Tomaten

Beilagen - etwa Kartoffeln, Salat oder gegartes Gemüse - können ebenfalls eine Gefahr für Hunde darstellen. Sogenannte Nachtschattengewächse sind im rohen Zustand giftig für die Vierbeiner, denn sie enthalten den Giftstoff Solanin. Gekochte Kartoffeln sind unbedenklich und auch überreife, rohe Tomaten können verfüttert werden. Hat der Hund rohe, unreife Nachtschattengewächse gefressen, treten Symptome wie Durchfall, Erbrechen, Störungen der Gehirnfunktion und Schleimhautreizungen auf.

Alkohol

Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass die Vierbeiner keinen Alkohol bekommen. Geschieht es dennoch, kann ihr Körper den Giftstoff Ethanol nur langsam und unvollständig abbauen. Akutes Erbrechen, Krampfanfälle, Koordinationsschwierigkeiten und Atemnot können schon bei der Aufnahme kleiner Mengen auftreten.


Was ist bei einem Vergiftungsverdacht zu tun?

Besteht aufgrund oben genannter Lebensmittel und Symptome der Verdacht auf eine Vergiftung, gilt es, schnell zu handeln und unverzüglich den Tierarzt aufzusuchen. Wenn der Hund plötzlich stark zu zittern beginnt, erbricht oder Gleichgewichtsstörungen zeigt, hat er womöglich eine hochgiftige Substanz zu sich genommen.

Am besten ist es, man bleibt konsequent und gewöhnt den Hund von Anfang an daran, dass er nichts vom Tisch bekommt. So entstehen keine Situationen, in denen der Hundeblick das Herz erwärmt und man nicht anders kann, als ihm etwas abzugeben. Denn: Auch wenn es keine giftigen Lebensmittel sind, kann es sein, dass der Hund sie nur schlecht verdauen kann und Bauchkrämpfe oder Blähungen bekommt.

Symbolfoto: dpa

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