http://www.ausbildungsmesse-baden-baden.de/
Gelbe Tonne ist kein Allesfresser
Gelbe Tonne ist kein Allesfresser
25.05.2019 - 11:37 Uhr
Rastatt (red) - In welche Tonne der benutzte Küchenschwamm gehört, ob der leere Joghurtbecher ausgespült werden soll, das korrekte Trennen und Sortieren von Wertstoffen wirklich nötig ist oder der gesamte Tonneninhalt nicht ohnehin in der Müllverbrennung landet und ob die gelbe Tonne tatsächlich gebührenfrei ist: "Leider", so stellt das Landratsamt Rastatt fest, gibt es viele Irrtümer rund um die gelbe Tonne.

Fragen und Antworten:

Ist der Landkreis Rastatt verantwortlich für die Entsorgung des Inhalts der gelben Tonne?

Nein, für die Sammlung, Sortierung und Verwertung des über die gelben Tonnen erfassten Materials sind Unternehmen der Privatwirtschaft - die sogenannten dualen Systeme - verantwortlich. Verpackungshersteller und Handel sind Auftraggeber der dualen Systeme. Diese finanzieren sich über Lizenzentgelte, was in der Praxis bedeutet, dass beim Kauf von verpackter Ware, wie beispielsweise dem Quarkbecher im Supermarkt, bereits die Kosten für die Entsorgung in den Kaufpreis eingerechnet sind. Derzeit gibt es acht Systeme, das größte und wohl bekannteste ist "Der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH".

Gehören Zahnbürsten, Küchenschwämme und Gartenschläuche in die gelbe Tonne?

Nein. Auch hier ist der weitläufige Irrglaube verbreitet, dass alles, was aus Plastik ist, über die gelbe Tonne entsorgt werden darf. Das ist aber nicht der Fall: Über die gelbe Tonne dürfen erst mal nur Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall und die Verbundverpackungen wie etwa Getränketüten entsorgt werden. Toleriert werden zusätzlich solche sogenannten stoffgleichen Nichtverpackungen. Diese dürfen nur aus einem Kunststoff bestehen, der so auch als Verpackungsmaterial vorkommt, oder aus Metall. Auch die Größe muss den sonst in die gelben Tonnen kommenden Verpackungen entsprechen. Dies sind zum Beispiel die kaputte Vesperdose, ein Messbecher oder Metallteile mit einer Kantenlänge kleiner als 30 Zentimeter wie etwa Töpfe. Dagegen gehört das defekte Kinderspielzeug aus Plastik oder der Fahrradreifen in die graue Restmülltonne, da es sich um Verbundmaterialien handelt.

Soll der leere Joghurtbecher ausgespült werden?

Nein, das wäre eine Verschwendung von Energie und Wasser und somit ökologisch nicht sinnvoll. Es reicht, wenn die Verpackungen "löffelrein" entsorgt werden, also der Inhalt so aufgebraucht ist, wie er sich üblicherweise aus den Verpackungen entfernen lässt.

Allerdings sind die nicht entleerten Verpackungen die mit am häufigsten angetroffenen Fehlwürfe in den gelben Tonnen. So landen dort in Plastik eingeschweißtes Fleisch, volle Safttüten oder noch halb gefüllte Konservendosen. Zudem werden viele Haushaltsgegenstände falsch in die gelben Tonnen geworfen. Das sind beispielsweise Bürsten, insbesondere Zahn- und Spülbürsten, Teppichstücke, Fußmatten und andere Verbundmaterialien bis hin zu Elektrogeräten, für die es ja gebührenfreie Sammelstellen gibt.

Was passiert mit dem Inhalt?

Nach der Einsammlung des Inhalts der gelben Tonnen werden die Leichtstoffverpackungen zur weiteren Sortierung an die dualen Systeme übergeben. Bis Ende vergangenen Jahres wurde ein Großteil des Materials noch in Bietigheim in der Anlage der Firma MERB sortiert. Seit Januar erfolgt die Sortierung in fünf Anlagen außerhalb des Landkreises. Dies gilt auch für die Weiterverarbeitung. Nach den Mengenmeldungen der dualen Systeme wurden im letzten Jahr etwa 38 Prozent Mischkunststoffe, elf Prozent Metalle, sieben Prozent Folien, sechs Prozent Getränketüten sowie gut zehn Prozent sortenrein getrennte andere Kunststoffarten der Verwertung zugeführt.

Mit etwa 25 Prozent ist der Anteil der aussortierten Fehlwürfe zu hoch. Diese Materialien wie Essensreste, Windeln, gefüllte Verpackungen, Verbundstoffe und Ähnliches sind nicht nur falsch in der gelben Tonne, sondern stören auch den Sortierprozess oder verschmutzen die anderen Verpackungen.

Info: Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Rastatt, (0 72 22) 3 81 55 55, www.awb-landkreis-rastatt.de

Foto: Landratsamt

BeiträgeBeitrag schreiben 



Das könnte Sie auch interessieren

Wehen
Zweitliga-Verbleib rückt näher

25.05.2019
FC Ingolstadt gewinnt Hinspiel
Wehen (red) - Dem FC Ingolstadt winkt nach seiner weitestgehend katastrophalen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga der versöhnliche Abs chluss. Die Schanter gewannen das Relegations-Hinspiel beim Drittliga-Dritten SV Wehen Wiesbaden mit 2:1. Lezcano traf doppelt (Foto: dpa). »-Mehr
Offenburg
Früh auf die Verliererstraße geraten

20.05.2019
SV 08 verliert Spitzenspiel
Offenburg (rap) - Der SV 08 Kuppenheim hat in der Fußball-Verbandsliga das Spitzenspiel gegen den Rangdritten Offenburger FV verloren. Die Schwarz-Blauen hatten mit 0:3 das Nachsehen. Bereits nach 35 Minuten war der SV 08 dezimiert, da Smuda eine Rote Karte erhielt (Foto: Archiv). »-Mehr
Kuppenheim
Entscheidung für den ´besten Standort´

15.05.2019
Feuerwehrhaus: Standort bleibt
Kuppenheim (sawe) - Das Feuerwehrgerätehaus in der Adlerstraße wird erweitert und saniert. Der Kuppenheimer Gemeinderat hat den Entwurf für das rund 5,6 Millionen teure Projekt abgesegnet. Damit wurde zugleich einem Neubau am Standort Wörtelhalle eine Absage erteilt (Foto: sawe). »-Mehr
Münster
Selbst Schwartz wird zum Feierbiest

13.05.2019
KSC macht den Aufstieg klar
Münster (red) - Als der Schlusspfiff ertönte, gab es kein Halten mehr. Nach dem 4:1 gegen Preußen Münster steht der Aufstieg des KSC in Liga zwei fest, 3 000 Fans stürmten den Platz und feierten mit ihren Lieblingen, die, zurück in Karlsruhe, die Nacht zum Tag machten (Foto: GES). »-Mehr
Münster
Jubel in Münster: Der KSC ist aufgestiegen. Foto: Friso Gentsch/dpa

11.05.2019
KSC ist wieder zweitklassig
Münster (red) - Der Karlsruher SC ist wieder zweitklassig. Mit einem 4:1 über Preußen Münster machten die Blau-Weißen am Samstag den Aufstieg perfekt. Die BT-Redakteure Frank Ketterer und Christian Rapp berichten aus Münster (Foto: GES). »-Mehr
Ort des Geschehens
Größere Google Karte
www.los.de/rastatt/
Umfrage

Anhängelast oder Bremsweg: Denken Sie, dass Sie die theoretische Führerscheinprüfung heute noch bestehen würden?

Ja.
Nein.


https://www.eyesandmore.de
Wetter in Mittelbaden


BT Kinospot


© Badisches-Tagblatt.de    Impressum | AGB | Nutzungsbedingungen | Datenschutz