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Wegen Bildungsstudie Stärkung der Grundschulen gefordert
Wegen Bildungsstudie Stärkung der Grundschulen gefordert
12.10.2017 - 16:55 Uhr
Stuttgart (lsw) - Nach Berichten über ein Absacken der baden-württembergischen Viertklässler bei der jüngsten IQB-Bildungsstudie fordern SPD und FDP im Landtag Maßnahmen zur Stärkung der Grundschulen. Es müssten mindestens 200 zusätzliche Studienanfängerplätze für Grundschullehrer geschaffen und Schulleiterposten attraktiver gemacht werden, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Stoch am Donnerstag in Stuttgart.

"Heilbronner Stimme" und "Mannheimer Morgen" sowie die "Südwest Presse" hatten zuvor über den Absturz des Landes in der jüngsten Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) berichtet. Auch die FDP im Landtag verlangte Konsequenzen. Das Kultusministerium kommentierte die Berichte zu den neuesten Ergebnissen nicht. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) wird in ihrer Funktion als Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) die Studie am Freitag in Berlin vorstellen.

Kernfächer und Lehrer stärken

Schon 2016 hatte eine IQB-Studie zum Stand der Neuntklässler für Aufregung gesorgt. Danach sackte der einstige Primus Baden-Württemberg im Ländervergleich auf hintere Ränge ab. Von Platz 2 im Fach Deutsch beim Zuhören rutschten die Schüler im Land auf Platz 14, beim Lesen von Platz 3 auf Rang 13 ab.

"Das Ergebnis der Studie ist verheerend", sagte CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart. Schuld sei nicht die aktuelle Landesregierung, sondern vor allem die grün-rote Vorgängerregierung. Er betonte: "Im Vergleich zum Schuljahr 2015/16 werden die Kinder in den Grundschulen künftig acht Stunden mehr Lesen, Schreiben, Rechnen lernen. Wir stärken die Kernfächer und die Lehrer."

GEW: Grundschulen wurden vernachlässigt

Stoch, der während der grün-roten Regierung Kultusminister war, verwies darauf, dass die geprüften Schüler noch ein von der früheren Kultusministerin Annette Schavan (CDU) geprägtes System durchlaufen hätten. Die von der SPD eingeleiteten Schritte zur Stärkung der Grundschulen hätten bei dieser Schülergruppe noch nicht ihre Wirkung entfalten können.

FDP-Bildungsexperte Timm Kern betonte indes, Ministerin Eisenmann müsse sich daran messen lassen, inwieweit sie den Abwärtstrend rückgängig machen könne. Nach seiner Überzeugung müssen die Grundschulen mehr Freiraum haben. Sie sollten ihre Lehrer und Fortbildungen für ihre Pädagogen selbst auswählen können.

Die Landeschefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Doro Moritz, sagte: "Die Verantwortung für das schlechte Abschneiden der Grundschulen tragen Grüne, CDU, SPD und FDP gleichermaßen." Die Grundschulen seien in der Vergangenheit vernachlässigt worden.

Foto: dpa

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