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Südwest-Betriebe suchen Azubis
Südwest-Betriebe suchen Azubis
18.07.2018 - 13:51 Uhr
Stuttgart (lsw) - Azubis werden weiterhin dringend gesucht - das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK). Eine Trendwende am Ausbildungsmarkt sei nicht in Sicht, teilte der BWIHK am Mittwoch mit.

Von den rund 1.700 befragten Betrieben gab mehr als jeder dritte an, Lehrstellen nicht besetzen zu können. Das ist der schlechteste Wert seit Beginn der Ausbildungsumfrage im Jahr 2009. Angesichts der Lage fordert die Handwerkskammer Ulm ein neues Zuwanderungsgesetz.

"Viele Unternehmen bekommen überhaupt keine Bewerbungen mehr auf ihre ausgeschriebenen Ausbildungsplätze, und immer mehr bekommen keine geeigneten", sagt Johannes Schmalzl, Chef der IHK Region Stuttgart. Er warnt: "Wenn Betriebe Jahr für Jahr ihre Ausbildungsplätze nicht mehr oder nur teilweise besetzen können, hat das mittelfristig Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Unternehmen."

Immer mehr Betriebe bilden Asylbewerber aus

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage sei, dass immer mehr Flüchtlinge in den Fokus der Ausbildungsbetriebe rückten. Rund ein Viertel der Befragten gab an, Flüchtlinge im Betrieb zu integrieren (Vorjahr rund 20 Prozent). Rund 16 Prozent bilden bereits Asylbewerber aus (Vorjahr 9 Prozent). Weitere 16 Prozent planen, dies in den kommenden zwei Jahren zu tun. Praktika und andere Qualifizierungsmaßnahmen, um Flüchtlingen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern, bietet knapp ein Fünftel der Betriebe an.

Handwerkskammer fordert Zuwanderungsgesetz

Die Handwerkskammer Ulm fordert angesichts des Fachkräftemangels ein neues Zuwanderungsgesetz. "Ausländische Fachkräfte sichern Wohlstand und Versorgung in Deutschland", teilte die Kammer am Mittwoch mit. Viele Betriebe hätten Probleme, freie Stellen zu besetzen und neue Auszubildende zu finden. In einer solchen Situation sei es unverantwortlich, einfach weiter abzuschieben. "Die richtige Antwort auf den Bedarf ist vielmehr ein schnelles und aktuelles Zuwanderungsgesetz, das die Belange des Handwerks berücksichtigt." Andernfalls drohe ein schleichender Verlust des Wohlstands.

Foto: dpa

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