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Ab heute Schneefälle erwartet: Stadt vorbereitet
Ab heute Schneefälle erwartet: Stadt vorbereitet
09.01.2019 - 11:31 Uhr
Baden-Baden (red) - Wetter-Experten erwarten ab Mittwoch anhaltende Schneefälle auch in tieferen Lagen - spätestens in der Nacht zum Donnerstag wird die weiße Pracht wahrscheinlich auch liegenbleiben. Die Stadtverwaltung Baden-Baden ist auf den Winter eingestellt. Im Baubetriebshof sind alle Vorbereitungen getroffen, heißt es in einer Mitteilung der Stadtpressestelle.

Nach der Winterdienst-Regelung ist jede Straße in eine bestimmte Kategorie eingestuft. Priorität haben für die Räumdienste Hauptverkehrsstraßen, Steigungsstrecken, die Routen der Busse und die Balger Straße bis zur Stadtklinik. Auch ebene Wohnstraßen werden vom Schnee befreit. Allerdings haben diese Straßen verständlicherweise nur eine untergeordnete Priorität, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes besteht keine allgemeine Streupflicht auf allen Straßen und Plätzen. Die Pflicht zum Streuen besteht nur an verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen innerhalb der geschlossenen Ortschaften auf den Fahrbahnen, schreibt die Stadtpressestelle in ihrer Mitteilung weiter. Beide Voraussetzungen müssen dabei zugleich erfüllt sein.

Für Anwohner Streukisten aufgestellt

Pflicht zum Streuen besteht zudem offiziell nur bis 21 Uhr. In Extremfällen arbeiten die Männer mit ihren Winterdienstfahrzeugen jedoch länger. Die Polizei hat die Möglichkeit, beispielsweise bei einer Vereisung der Wolfsschluchtstraße auch mitten in der Nacht Streu- und Räumfahrzeuge zu alarmieren.

Für alle Fälle hat der Baubetriebshof im Stadtkreis mehr als 200 Streukisten aufgestellt. Aus ihnen können Autofahrer und Anwohner Streumaterial entnehmen und streuen, wenn es auf der Straße mal nicht weitergeht oder ein Gehweg zu glatt ist.

Was die Bürger zu tun haben:

Nach der Baden-Badener Straßenreinigungssatzung sind alle Straßenanlieger verpflichtet, jeweils auf der Länge ihres Grundstückes die Gehwege, oder wenn keine Gehwege vorhanden sind, die seitlichen Flächen am Rande der Fahrbahn in einer Breite von einem Meter von Schnee und Eis zu räumen. Dies gilt auch für die Fußwege und Staffeln bis zu deren Mitte und am Rande der Fußgängerzone in einer Breite von zwei Metern. Bei Schneefall, so die Satzung, sollen die Wege "alsbald geräumt", bei Eisbildung und Schneeglätte mit abstumpfenden Mitteln bestreut werden. Dazu gehören beispielsweise auch Sand, Splitt oder Sägemehl. Unebenheiten der Eis- und Schneedecke sind auszugleichen

Zudem sollen die Gehwege bei Tauwetter von Eis und Schnee geräumt werden. Dabei ist wichtig, Schnee und Eis so anzuhäufen, dass das Schmelzwasser in die Straßenrinnen ablaufen kann und der Fahr- und Fußgängerverkehr nicht behindert wird.

Die Räum- und Streuarbeiten sollen werktags bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr ausgeführt sein. Und wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- beziehungsweise Eisglätte entsteht, soll möglichst umgehend, bei Bedarf auch wiederholt, geräumt und gestreut werden. Laut städtischer Satzung endet diese Verpflichtung um 21 Uhr.

Foto: Stadtpressestelle

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