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Streik am Frankfurter Flughafen
Streik am Frankfurter Flughafen
11.01.2019 - 12:04 Uhr

Frankfurt (dpa) - Am Frankfurter Flughafen wird das Sicherheitspersonal am kommenden Dienstag (15. Januar) die Arbeit niederlegen. Die Gewerkschaft Verdi rief die Sicherheitsleute im laufenden Tarifkonflikt für die Zeit von 2 bis 20 Uhr zu einem Warnstreik auf, wie ein Sprecher am Freitag in Berlin mitteilte.

Der Flughafenbetreiber Fraport rät Fluggästen zum Umplanen. Fluggäste würden während der gesamten Streikdauer keine Möglichkeit haben, ihren Flug zu erreichen, erklärte Fraport.

Erst am Donnerstag hatte ein Warnstreik an drei großen deutschen Airports zu Hunderten Flugausfällen geführt. Die meisten Sicherheitsleute an den Standorten Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart folgten dem Aufruf der Gewerkschaft Verdi zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung.

Damit untermauerten sie ihre Forderung nach einer deutlich besseren Bezahlung. Mehr als 600 Starts und Landungen fielen aus - in Düsseldorf waren es 370 von 580, in Köln/Bonn 131 von 199 und in Stuttgart 142 von 275. Verdi zeigte sich zufrieden - die Beteiligung an der Arbeitsniederlegung sei sehr hoch gewesen.

Verdi fordert 20 Euro pro Stunde für alle

Verdi fordert für die 23.000 Kontrolleure von Passagieren, Fracht, Waren und Flughafen-Beschäftigten eine bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde. Das wäre ein Plus im teilweise hohen zweistelligen Prozentbereich - derzeit ist die Bezahlung je nach Region und Tätigkeit unterschiedlich. Die Arbeitgeber halten das für unrealistisch, sie bieten nach eigener Darstellung ein Plus von bis zu 6,4 Prozent.

Für Verdi ist das zu wenig - nach Berechnung der Gewerkschaft wäre das nur ein Plus von zwei Prozent für das Gros der Beschäftigten. Bereits zu Wochenbeginn hatte Verdi Warnstreiks an den Berliner Flughäfen ausgerufen, die Folgen dieser nur wenige Stunden dauernden Arbeitsniederlegung waren aber deutlich schwächer als am Donnerstag.

Am 23. Januar treffen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter zur nächsten Verhandlungsrunde.

Foto: dpa

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