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Explosionen in Sri Lanka: Viele Tote
Explosionen in Sri Lanka: Viele Tote
21.04.2019 - 09:05 Uhr
Colombo (dpa) - Bei mutmaßlichen Terroranschlägen sind in Sri Lanka mindestens 191 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 200 wurden verletzt. Das teilten die Polizei und Krankenhäuser mit. In drei katholischen Kirchen und drei Luxus-Hotels hatten sich am Ostersonntag binnen einer halben Stunde Explosionen ereignet.

Die Hintergründe waren zunächst unklar. Der Polizei zufolge ereigneten sich die Explosionen alle innerhalb einer halben Stunde.

Minister: Ausländer unter den Opfern

Sri Lankas Premierminister Ranil Wickremesinghe berief eine Krisensitzung des Kabinetts ein. Der Minister für Wirtschaftsreform, Harsha de Silva, schrieb auf Twitter von zahlreichen Opfern, unter ihnen Ausländer. Nach neueren Meldungen sollen unter den Toten mindestens zwölf Ausländer sein.

Der südasiatische Inselstaat ist ein beliebtes Touristenziel, auch für Europäer. Nur etwa sieben Prozent der Bevölkerung sind Christen. Die Mehrheit sind Buddhisten.

Unruhen auch nach dem Ende des Bürgerkriegs

Sri Lankas Bürgerkrieg war 2009 nach 26 Jahren zu Ende gegangen. Die Rebellengruppe Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatte für einen unabhängigen tamilischen Staat im Norden des Landes gekämpft. Die Armee besiegte die Aufständischen schließlich mit aller Härte. Die UN wirft beiden Seiten Kriegsverbrechen vor.

Die Bundesregierung hat tief betroffen auf die mutmaßlichen Terroranschläge reagiert. "Entsetzen über die Nachricht, dass Christen auf Sri Lanka während der Ostermessen angegriffen und getötet wurden", schrieb der Sprecher von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Steffen Seibert, am Sonntag auf Twitter.

Auswärtiges Amt: Lage ist unübersichtlich

Das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amts teilte mit, die Situation sei unübersichtlich. Die Botschaft in Colombo bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung, ob Deutsche betroffen sind. Das Auswärtige Amt richtete einen Krisenstab ein. Besorgte Angehörige können sich unter der Rufnummer (030) 50000 melden.

Das Auswärtige Amt aktualisierte kurz nach den Attacken seine Reisehinweise. "Reisende werden gebeten, die Anschlagsorte weiträumig zu meiden, die lokalen Medien zu verfolgen, engen Kontakt zu Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften zu halten und Anweisungen von Sicherheitskräften Folge zu leisten", schrieb das Ministerium.

"Sollten Sie auf der Insel im Osterurlaub sein, melden Sie sich bitte bei Ihren Verwandten und Freunden", schrieb das Krisenreaktionszentrum des Auswärtigen Amtes auf Twitter. Die Telefon- und Internetverbindungen im Land seien überlastet. "Wenn Sie Ihre Angehörigen vor Ort erreichen wollen, versuchen Sie es mit einer SMS. Bewahren Sie Ruhe, wenn Sie nicht sofort eine Antwort erhalten und versuchen Sie es erneut", riet das AA besorgten Angehörigen.

Foto: dpa

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