Nach Unfall ins Gefängnis

Nach Unfall ins Gefängnis

Rastatt (red) - Eine überraschende Entwicklung hat die Aufnahme eines schweren Unfalls auf der L77 zwischen Plittersdorf und Rastatt am Sonntagmorgen genommen.

Ein 20 Jahre alter Autofahrer hatte kurz vor 6.30 Uhr auf regennasser Straße die Kontrolle über seinen BMW verloren, war ins Schleudern geraten und danach von der Landstraße abgekommen. Im Anschluss prallte der Wagen gegen einen Baum. Hierbei zog sich der Unfallverursacher schwere Verletzungen zu, sein 19 Jahre alter Beifahrer wurde leicht verletzt. Der Schaden beträgt rund 8.000 Euro.

Bei den polizeilichen Ermittlungen stellte sich heraus, dass der junge Mann mit deutlich über einem Promille am Steuer des Wagens gesessen war. Zudem besaß er keinen Führerschein und wurde wegen eines zurückliegenden Deliktes zur Begleichung eines Strafbefehls gesucht.

Bruder in JVA eingeliefert

Dem aber nicht genug: Im Zuge der Ermittlungen trafen die Beamten auf den Besitzer des Wagens und gleichzeitig Bruder des Unfallfahrers. Dabei stellten sie fest, dass die Justizbehörde auch ein reges Interesse am Antreffen des 24-Jährigen hatte. Nachdem dieser einen haftabwendenden vierstelligen Geldbetrag nicht vorlegen konnte, wurde er noch am Sonntag in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Seinen jüngeren Bruder erwartet nach Auswertung einer erhobenen Blutprobe eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlabunis.

Symbolfoto: red

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