Lkw-Fahrer hört Stimmen: Illegal Eingereiste in Auflieger

Lkw-Fahrer hört Stimmen: Flüchtlinge in Auflieger

Rheinau/Freistett (red) - Am Samstag gegen 17.45 Uhr hat der Fahrer eines Lkw mit bulgarischer Zulassung die Polizei verständigt, da er auf einem Lkw-Parkplatz im Industriegebiet Rheinau/Freistett Stimmen aus dem Innern seines Aufliegers vernommen hatte.

Als die Beamten von Bundespolizei, Landespolizei und Zoll mit dem ebenfalls anwesenden Rettungsdienst den verplombten Auflieger öffnen ließen, kamen drei afghanische sowie ein pakistanischer Staatsangehöriger zum Vorschein. Sie waren glücklicherweise alle wohlauf, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Ersten Ermittlungen zufolge waren die Personen in Kroatien mithilfe eines unbekannten Schleusers durch ein Loch in der Plane ins Innere des Aufliegers gelangt und so zunächst unerkannt ins Bundesgebiet eingereist. Der 58-jährige bulgarische Lkw-Fahrer erklärte, er habe den Sattelauflieger vor zwei Tagen in Bulgarien übernommen. Dann war er über Slowenien, Kroatien und Österreich nach Deutschland gefahren. Erst auf dem Parkplatz in Rheinau-Freistett habe er die Stimmen gehört und die Polizei verständigt.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Einschleusen von Ausländern aufgenommen. Der 47-jährige pakistanische Staatsangehörige äußerte ebenso wie die drei minderjährigen afghanischen Staatsangehörigen ein Asylersuchen und wurde an die Landeserstaufnahmestelle nach Karlsruhe weitergeleitet. Die drei 15- und 16-jährigen afghanischen Staatsangehörigen wurden in die Obhut des Jugendamtes übergeben. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der Lkw- Fahrer seine Fahrt fortsetzen.

Symbolfoto: dpa

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