Unwetter in Mittelbaden

Unwetter in Mittelbaden

Baden-Baden/Rastatt (kli/red/lsw) - Die Unwetter im Südwesten haben am Montag auch in der Region massive Schäden verursacht. Hier eine erste Bilanz.

Allein im Landkreis Rastatt kam es zu 300 Einsätzen der Feuerwehr. Schwerpunkt der Einsätze waren laut Kreisbrandmeister Heiko Schäfer die Stadt Rastatt, Kuppenheim und Muggensturm. Es handelte sich insbesondere um überflutete Straßen sowie vollgelaufene Keller und Tiefgaragen. Manche Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden.

Ab etwa 16.30 Uhr hätten die ersten Einsätze begonnen, so Schäfer, zum Teil dauerten sie noch nach 21 Uhr an. Um der Lage Herr zu werden, mussten die Feuerwehren laut Schäfer Hilfe aus anderen Gemeinden anfordern. In Rastatt halfen etwa die Feuerwehr Durmersheim sowie das Technische Hilfswerk (THW) Rastatt mit aus.

Im Stadtgebiet Baden-Baden stellte sich die Lage ähnlich dar. Der Leiter der Feuerwehr, Martin Buschert, sagte dem BT gestern Abend, es habe insgesamt rund 100 Einsätze gegeben. Betroffen war auch das Stellwerk der Deutschen Bahn im Bahnhof Baden-Baden.
Gegen 22.30 Uhr dauerten etwa noch zehn Einsätze an. Schwerpunkt sei der Stadtteil Haueneberstein gewesen. Wie im Raum Rastatt habe es sich ebenfalls vorwiegend um vollgelaufene Keller und Tiefgaragen gehandelt. "Die Menge, rund 100 Einsätze, war herausragend, aber insgesamt nicht ganz so etwas Außergewöhnliches", bilanzierte Buschert. Alle Abteilungen der Feuerwehr seien ausgerückt, zusätzlich hätten das THW Baden-Baden und Bühl sowie die Feuerwehr Sinzheim ausgeholfen. Auch in Malsch (Landkreis Karlsruhe) rückte die Feuerwehr nach Starkregen etwa 20 Mal aus.

Die Polizei war ihrerseits im Einsatz, um die betroffenen Orte abzusperren, bis die Feuerwehr vor Ort war. "Das lief alles Hand in Hand", sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Offenburg gestern Abend.

Foto: Wenzke

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