Unterschriften gegen Daimler-Erweiterung

Erwin Groß (links) übergibt 1 943 Unterschriften gegen die Daimler-Erweiterungsplanung an Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch.  Foto: Pallek

Rastatt (np) - Die von Erwin Groß gestartete Unterschriftenaktion gegen die Daimler-Erweiterungsplanung hat 1.943 Unterstützer gefunden. Der Unternehmer aus Ottersdorf übergab die Unterschriften nun dem Rastatter Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch.

Beteiligen konnte man sich auf dem Papier (1.738 Unterschriften) und im Rahmen einer Online-Petition (205). Auch an die Fraktionsvorsitzenden des Rastatter Gemeinderats sandte Groß eine entsprechende Information.

Vor allem Ottersdorfer, Wintersdorfer und Plittersdorfer finden sich auf der Liste, aber auch aus anderen Stadtteilen und sogar von außerhalb schlossen sich Menschen der Initiative an. Groß wurde inzwischen von Daimler zu einem Gespräch eingeladen, das im Oktober stattfinden soll. Aufmerksam las der OB den Text auf der Unterschriftenliste: "Wir fordern die Verwaltung, die Daimler AG und die Planer auf, den jetzigen Plan fallen zu lassen und in die neue Planung das Merzeau-Gelände einzubeziehen. Wir wollen keine weitere Zunahme des jetzt schon unzumutbaren Verkehrs durch Ottersdorf und Wintersdorf. Wir wehren uns dagegen, ins Landschaftsschutzgebiet Industrie anzusiedeln, wenn im Gegenzug der Schandfleck Merzeau als Gewerbepark sinnvoll gestaltet werden könnte."

Regionales Mobilitätskonzept zu berücksichtigen

"Wenn es so einfach wäre, würden wir das machen, aber so einfach ist es nicht", war die erste Reaktion des OB. Pütsch sah die Konversionsfläche eher als Reserve für künftige Wohnbebauung, schloss aber auch eine Gewerbefläche nicht aus. "Das ist letztlich eine politische Entscheidung", machte er klar.

Der OB verwies auf ein Mobilitätskonzept, das aktuell für die gesamte Region Mittelbaden erarbeitet werde. Nehme man Verkehr an einer Stelle weg, gebe es Verschiebungen. Diese müssten genau geprüft werden. Letztlich müsse es einen Abwägungsprozess geben. Das gelte auch für die Machbarkeitsstudie zur Daimler-Erweiterung. Bisher sei nicht sicher, ob dieser Vorschlag umgesetzt werde oder ob es eine Kompromisslösung gebe. Am 17. September befasse sich der Gemeinderat mit der Studie.

Foto: Pallek

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