Kuriose Fluchtversuche

Kuriose Fluchtversuche

Offenburg (red) - Die Polizei hat auf einem Parkplatz neben der A5 bei einer Routinekontrolle zwei Dieseldiebe gestellt. Die hatten nicht nur 300 Liter Kraftstoff im Gepäck, sondern unternahmen auch noch kuriose Fluchtversuche - allerdings vergeblich.

Eine Streife der Bundespolizei entdeckte in der Nacht zum Dienstag auf dem Autobahnparkplatz "Waldmatten" zwischen Offenburg und Appenweier einen nicht verschlossenen Wagen aus Frankreich. In dessen Innenraum befanden sich mit 300 Liter Diesel befüllte Kanister sowie verschiedene Ansaugschläuche.

Diesel aus Lastwagentanks abgesaugt

Wie sich im Laufe der Ermittlungen herausstellte, wurden in der gleichen Nacht auf dem rund zehn Kilometer entfernten Autobahnparkplatz "Höfen" auf der Gegenfahrbahn zwischen Offenburg und Lahr die Tankeinfüllstutzen an zwei Lastwagen aufgebrochen und 50 Liter Dieselkraftstoff abgesaugt.

Polizei entdeckt und Flucht angetreten

Im Rahmen einer Fahndung konnten in den frühen Morgenstunden zwei aus Rumänien stammende Tatverdächtige vorläufig festgenommen werden. Offenbar hatten die beiden beim Erkennen der Polizeistreife das Weite gesucht.

Mit dem Fahrrad auf dem Seitenstreifen der A5

Einer der beiden hatte im nahegelegenen Waldstück ein Damenfahrrad "gefunden" und radelte auf dem Seitenstreifen acht Kilometer in Richtung Norden, wo der 19-Jährige durch eine Streife kurz vor der Anschlussstelle Appenweier festgenommen werden konnte.

Rettungswagen gerufen

Der andere, ein 22-jähriger Rumäne, orderte aus nicht nachvollziehbaren Gründen über Notruf einen Rettungswagen zum Parkplatz "Waldmatten". Die Besatzung des Rettungswagens kam zwar, hatte aber einen Streifenwagen der Polizei im Schlepptau. Eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig. Das Diebesgut, der Pkw und auch das Fahrrad wurden sichergestellt und die beiden Männer vorläufig festgenommen.

Nach Erhebung der Personalien wurden die Tatverdächtigen nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Offenburg wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie erwartet ein Strafverfahren wegen besonders schweren Diebstahls.

Die Polizei sucht nun den Eigentümer des Damenrads und prüft, woher der übrige Kraftstoff in den Kanistern stammt.

Symbolfoto: av

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