Preisverfall setzt Südzucker zu

Preisverfall setzt Südzucker zu

Mannheim (dpa) - Europas größter Zuckerproduzent Südzucker hat den Verfall bei den Zuckerpreisen erneut zu spüren bekommen. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres brach das operative Ergebnis um fast 40 Prozent auf 47 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr ein, wie der SDax-Konzern am Donnerstag in Mannheim mitteilte.

Auch beim Umsatz verzeichnete Südzucker Einbußen. Die Erlöse gingen um knapp 3,5 Prozent auf 1,68 Milliarden Euro zurück.

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigte Südzucker. So erwartet der Konzern weiter einen Umsatz von 6,7 bis 7 Milliarden Euro (Vorjahr 6,8). Das operative Ergebnis soll sich nach wie vor in einer Bandbreite von 0 bis 100 Millionen Euro (Vorjahr 27) bewegen.

700 Stellen sollen wegfallen

Die Kurpfälzer leiden unter dem Preisverfall für Zucker aufgrund des Wegfalls der EU-Marktordnung. Steigender Wettbewerb und sinkende Zuckerpreise setzen dem Unternehmen zu. Infolge dessen hatte Südzucker ein Sparprogramm für die Sparte aufgelegt, das unter anderem die Schließung von mehreren Werken vorsieht. In den kommenden Jahren sollen 700 Arbeitsplätze abgebaut werden. Im zurückliegenden Geschäftsjahr war bei Südzucker der Umsatz bereits zurückgegangen und das operative Ergebnis eingebrochen.

Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa/Archivfoto

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