Fast 400 Euro für Geschenke

Fast 400 Euro für Geschenke

Stuttgart (lsw) - Die Menschen im Südwesten wollen einer Studie zufolge in diesem Jahr im Schnitt 379 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Bei 16- bis 25-Jährigen seien es durchschnittlich 193 Euro und bei über 75-Jährigen sogar 608 Euro, hieß es in einer Erhebung des Handelsverbands Baden-Württemberg und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg weiter.

Besonders in Kauflaune seien auch dieses Jahr Frauen. Eine von fünf Frauen aus dem Südwesten plane sogar, zu Weihnachten mehr als zehn Menschen aus ihrem Umfeld mit Präsenten zu überraschen.

Noch nahezu Vollbeschäftigung im Südwesten

Handelsverbands-Präsident Hermann Hutter sagte, trotz des konjunkturellen Abschwungs seien die Kauflaune groß und die allgemeine Stimmung gut. Noch gebe es keine Wirtschaftskrise, noch herrsche im Bundesland nahezu Vollbeschäftigung. Zudem hätten viele Menschen in den vergangenen Jahren nennenswerte Lohnzuwächse verzeichnet. Die äußerst geringen Zinsen, die bei den Banken für Erspartes zu bekommen seien, erhöhten die Bereitschaft nochmals, Geld vom Konto jetzt zu investieren - etwa in Weihnachtsgeschenke. "Wir werden ein gutes Weihnachtsgeschäft bekommen."

Jeder Fünfte will mehr ausgeben als im vergangenen Jahr

Jeder fünfte Befragte gab der Studie zufolge an, dieses Jahr zu Weihnachten mehr Geld ausgeben zu wollen als 2018. Hutter sagte, die Nachfrage nach teureren Präsenten steige. "An den Geschenken wird nicht gespart, die Leute wollen etwas Schönes schenken und Begeisterung auslösen."

Schokolade und Parfüm ganz weit vorne

Jeder Vierte äußerte, zu Weihnachten Geld verschenken zu wollen; noch größer ist der Anteil jener, die ihre Liebsten mit Gutscheinen überraschen wollen (39 Prozent). Mit Blick auf konkrete Produkte gaben 57 Prozent der Befragten an, Weihnachtspräsente aus dem Bereich Kosmetik, Parfüm und Körperpflege kaufen zu wollen. Das ist der Spitzenwert. Fast ebenso viele Menschen aus dem Südwesten planen den Erwerb von Schokolade und Pralinen (55 Prozent). Dahinter folgen die Segmente Wein/Spirituosen (45 Prozent), Bücher/Schreibwaren (43 Prozent) und Spielwaren (37 Prozent). Nur etwas mehr als jeder Dritte (36 Prozent) will Kleidungsartikel verschenken.

Männer sind später dran als Frauen

Was auffällt: Männer sind laut Studie nicht nur bei weitem nicht so eifrig beim Einkaufen unterwegs wie Frauen, sondern auch rein zeitlich wesentlich später dran. Fast die Hälfte der Männer aus dem Südwesten (46 Prozent) erledigt die Weihnachtseinkäufe erst in der Woche vor Heiligabend. Geschlechterübergreifend wird das meiste Geld für Weihnachtsgeschenke weiter im stationären Einzelhandel ausgegeben. 68 Prozent des Budgets der Befragten werde in klassischen Geschäften investiert und nur 32 Prozent in Onlineshops, hieß es.

Foto: Gerald Matzka/dpa

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