Kreis betreibt nur noch zwei Unterkünfte

Kreis betreibt nur noch zwei Unterkünfte

Rastatt (dm) - Der Landkreis rechnet vorerst weiter mit Entspannung, was die Zuweisung von Flüchtlingen anbelangt. Nachdem in diesem Jahr rund 270 Geflüchtete und 20 Spätaussiedler aufgenommen wurden, geht man von rund 20 Flüchtlingen pro Monat im kommenden Jahr aus, wie Landrat Toni Huber in seiner Haushaltsrede erläuterte. Unter den Neuankömmlingen werden voraussichtlich keine unbegleiteten Minderjährige sein, da hier die Quote bereits erfüllt sei - 83 Jugendliche betreut der Kreis aktuell.

Seit 2015, so Huber, habe man "mit Unterstützung der Kommunen und der vielen Ehrenamtlichen" etwa 4 500 Asylbewerber aufgenommen. Inzwischen hat der Landkreis 19 Erstunterkünfte mit 2 220 Plätzen wieder schließen können. Nur noch zwei Flüchtlingsunterkünfte - in Gaggenau und Rastatt - betreibt der Kreis (371 Plätze und 82 Reserveplätze).

Wie berichtet, hat die Verwaltung in diesem Zuge auch fast 50 Stellen im Flüchtlingsmanagement "sozialverträglich" wieder abgebaut, 2020 seien weitere Stelleneinsparungen vorgesehen. Gleichwohl betont Huber: "Die Integration der Geflüchteten stellt nach wie vor eine herausfordernde Arbeit für uns dar." Dazu trage auch das Jobcenter Rastatt bei: Dieses habe in diesem Jahr 329 Flüchtlinge in Arbeit vermitteln können, davon rund zehn Prozent in eine duale Ausbildung.

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